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Mylord Durchlaucht : Lustspiel in einem Aufzuge
Entstehung
Seite
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Kranz. Sie drehte sich auf mein Geschrei um undthat, wie Ihr jetzt: sie glaubte sich halbtodt lachen zumüssen. Nun — Ihr wißt ja, daß ich sonst nie lüge —aber das war mir denn doch außer allem Spaß. Ichsagte ihr, mein Pferd habe sich einen Schritt hinter demihrigen kerzengerade in die Luft gebäumt — ein Augen-blick noch und sie war verloren — aber ich — den Gaulparirt — rückwärts herüber — schwapp schwapp — undRoß und Reiter wälzten sich am Boden — ich unten, derBraune über mir — er sprang natürlich gleich wiederauf, weil er weich gefallen war — aber ich lag noch daund hatte keinen ganzen Knochen mehr am Leibe.

Weildurg. Und sie glaubte Dir das Mährchen.

Kranz. Sie war in Verzweiflung — raufte sich dieHaare aus und hier an dieser Stelle kniete sie an meinerLeiche — wollt' ich sagen, an meinem noch lebenden, aberzerschellten Körper nieder — und — wir verlobten uns.

Weildurg. Wünsche Glück. — Wozu dann aberdieses Jammergesicht?

Kranz. Ja — die verwünschte Brieftasche: denktEuch, es waren zehn Hundertmarkscheine darin.

Weildurg- Was hat das denn mit Deiner Ver-lobung zu thun?

Kranz. Ihr werdet gleich sehen. Ich merkte plötz-lich, daß ich diese Brieftasche verloren und sprang natür-lich sofort auf, um sie zu suchen.

HHI-N !

Kranz. Aber da hättet Ihr sie sehen sollen. Wär'ich ein Kassendiener, der die Bankbillets gestohlen, siehätte mich mit keinem vernichtenderen Blicke ansehenkönnen.

Weildurg. Und Deine Verlobung?

Kranz. Wegen unzerbrochener Knochen sofort rück-gängig geworden.

Weildurg. Und Du denkst noch immer mit ihr zumZiel zu gelangen?

Kranz. Mehr als je.