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ihrem Kopf, oder kommt's, weil in unserem Heimathsortein Kavallerieregiment steht, und weil sie ihre Ideale daherbezieht — sie will keinen zum Mann, der ihr nicht durchseine Tollköpfigkeit imponirt.
Haßlachcr. Hör', Weilburg — das war' so einMädel für Dich.
Kranz. Aber besteht der wahre Muth denn geradedarin, daß man, wie mit der Laterne, alle Gelegenheitenaufsucht, den Hals zu brechen? — Das Mädchen ist mirvon Herzen wohl ganz gut, aber um ihre Liebe zu er-ringen, müßte ich erst noch so ein Herkulesstückchen aus-führen.
Weilburg. Nun — so reinige doch ihr zu Liebeirgend einen Augiasstall.
Kranz. Hört weiter: zu ihren Capricen gehört auchdie Reiterei, und ich muß ihren Kavalier spielen. Nun
— wenn sie auf den gewöhnlichen Wegen bliebe — dabalancire ich noch ganz leidlich mit meinen etwas kurzenBeinen neben ihr her — aber heute improvisirte sie Plötzlich einhirnverrücktes Lteexle-obease. Hier gleich rechts machte sieeinen Seitensprung vom Wege ab und ich mußte wohl oderübel mit. Da — denkt Euch meinen Schrecken — sehtIhr hinten die vier Fuß hohe steinerne Einfriedigung? —gerade auf dieses verwünschte Mäuerchen sprengt sie zu —versteht sich, in der Absicht, hinüberzusetzen. Der Reit-knecht trabte an ihre Seite, um zur Hand zu sein — ichblieb etwas zurück und sagte mir: Wilhelm Kranz —helfen kannst Du Deiner Geliebten nicht — aber so vielist sicher, wagst Du diesen Sprung, dann kommt DeineBalance in eine heftige Erschütterung und eine Secundenachher liegst Du mit zerbrochenen Knochen unten auf denSteinen. — Nun -— bei der Reiterei müßt Ihr wissen,kommt Alles auf die Entschlossenheit des Augenblicks an
— ich sagte mir: hier ist noch weicher Sandboden, hierkommst Du noch mit einem blauen Auge davon — undich ließ mich an dieser Stelle sachte von meinem BraunenHerunterrutschen.
Weilburg (lachend). Und sie?