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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Carl der Große.

Von Pölitz-(Weltgeschichte.)

Der größte Fürst des Mittelalters/ Karl derGroße/bestieg (76828. Jänner 6 i 4 ) nach dem Tode seines Vaters/Pipin des Franken, den Thron von Austrasien. Der balderfolgte Tod seines Bruders Carlmann verschaffte ihm dieSuccession in Neustrien.

Ein großer Plan ging durch Karls ganze sechs und vier-zigjährige Regierung/ der Gedanke: über alle Völker germa-nischer Abkunft zu herrschen/ sie alle zu Einem politischenGanzen zu vereinigen / den benachbarten fremden Völkern dasGewicht der deutschen Staatskräfte fühlbar zu machen, seineDeutschen durch Wissenschaften und Künste zu civilisiren, unddie einzelnen Theile der Regierungsgewalt/ mit Aufhebungaller herzoglichen Würden bey den besonder» deutschen Völker-stämmen / in sich zu vereinigen.

Unter allen Völkern Deutschlands war keines, das seinebisherige Selbstständigkeit theurer verkaufte, als das Volk derSachsen zwischen der Weser und Elbe. Die Verbreitungdes Christenthums war die Ursache, weßhalb Carl die Sach-sen mit Krieg überzog, den er in Westphalen mit der Erobe-rung der Eresburg und mit der Zerstörung der Jrmeninsuleröffnete, worauf er bis an die Weser vordrang. Doch dauertedieser Krieg mit mannigfaltigen Unterbrechungen über dreyßigJahre, bis endlich die Kraft der Sachsen gebrochen war.

Leichter ward ihm die Auflösung des longobardischenReiches. Der König Dcsiderius versammelte nicht nur allemißvergnügten Franken an seinem Hofe; er beunruhigte auchdas päpstliche Gebieth, als Hadrian es abschlug, die nachge-lassenen Söhne Carlmanns zu Königen von Neustrien zu sal-ben. Hadrian suchte Carls Hülfe, wozu er als Patricius vonRom verpflichtet war. Carl ging (774) über die Alpen, undbelagerte den Desiderius in seiner Hauptstadt Pavia, wo er