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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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bey allen Sprüngen/ im Ganzen auf der Seite Roms. SelbstHamilkar Barkas, ein herrlicher Jüngling, zu kühnen Ent-würfen und großen Thaten durch Geist und Heldenmuth gleichfähig, konnte den Fortgang der Römer wohl aufhalten, aberer vermochte nicht das Gleichgewicht herzustellen, und nochweniger Karthago's Macht vorwiegend zu machen. Er selbstwar unbesieglich, aber Karthago nur durch ihn siegreich.

Vier und zwanzig Jahre ward auf diese Weise gekämpft;Karthago hatte unerhörte Opfer gebracht; die alte Mäßigungwar durch die Macht der Umstände zerstört. Dem gemeinenHaufen mochte es scheinen, alle diese Opfer würden allein ge-fordert für den Besitz von Sicilien, und diese Insel versprachvielleicht nicht einen solchen Gewinn, der diesen Aufwand aus-gewogen hätte. Da ermüdete derselbe und verlangte um soheftiger Frieden, je öfter der Einzelne eigenen Verlust durchdie römische Seemacht erleiden mußte. Der Verfall der Ver-fassung aber, in den Kriegengegen Syrakus vorbereitet,hattein diesem heftiger» Kampfe gegen Rom furchtbar begonnen.Darum entschied die Stimme der Menge, und die einzelnenMänner, welche wohl wußten, warum es galt, gaben denUmständen nach, weil sie nur zu eigenem Verderben wider-standen haben würden. Hamilkar Barkas Unterzeichnete alsoden Frieden unter Bedingungen, z>^ welchen Karhago nichtdurch den Gang des Krieges, nicht durch ihre Lage (wenn an-ders Ein Wille und Ein Entschluß in der Gesammtheit derBürger gewesen wäre) gezwungen ward, sondern zu welchen sienur durch eille unwürdige Verzagtheit im Augenblicke des Unfallsund der Verlegenheit'geschreckt wurde. Darum würde der hoheSinn Hamilkars wohl nicht den tiefen Schmerz ertragen ha-ben , wenn ihn nicht der Gedanke künftiger Rache aufrecht er-halten hatte.