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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Parallelen.

Die Griechen und Römer.

Eine historische Parallele, von Professor Schulze.

^nter den Völkern der alten Welt sind die Griechen undRömer für uns von der größten Wichtigkeit. Durch keine Na-tion sind in dem gesellschaftlichen Zustande der Menschen soviele und dauernde Veränderungen bewirkt worden, als durchdie Griechen und Römer. Sie waren die Lehrer ihrer Mit-welt , und sind dieses auch für die Nachwelt geblieben; ihreSchriften werden noch mit Nutzen und Vergnügen gelesen,ihre Kunstwerke erregen noch unsere Bewunderung und Nach-eiferung, und ihre Verfassungen und Gesetze dienen noch jetztmanchen unserer Staaten zum Vorbild.

So ähnlich aber beyde Völker, von dieser Seite betrach-tet, erscheinen, so unähnlich sind sie, wenn man sie selbst miteinander vergleicht. Anders ist das Wesen der griechischen, an-ders das Wesen der römischen Geschichte; einen andern Geistathmet die Cultur der Griechen, einen andern die Culturder Römer; anders lebte, dachte man in Hellas, anders inRom. Am besten können wir uns hiervon überzeugen, wennwir beyde Völker einander gegenüber stellen, und eine Pa-rallele zwischen der Cultur und dem Charakter beyder Nationenziehen.

Ich weiß es sehr wohl, daß vieles gegen dergleichen Pa-rallelen gesagt wird, wenn man behauptet, daß sie der histo-rischen Treue Abbruch thun; aber ich glaube auch, daß dieser