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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Oratorischer Styl.

Die drey olynthischcn Reden des Demosthenes.

(Übersetzt von Jacobs').

Einleitung.

Um die Verhältnisse, durch welche diese Reden veranlaßt wur-den, genau zu verstehen, müssen wir uns mit der Geschichtevon Olynthos, der Hauptstadt der chalkidischen Halbinsel, be-kannt machen.

Olynthos, eine alte Stadt i» der Nähe des toronäischenMeerbusens, sechzig Stadien von Potidäa entfernt, unterstütztezur Zeit des zweyten persischen Krieges, so wie die meistenVölkerschaften Thraciens, den König der Perser. Der Erfolgder Schlacht bey Salamis veränderte ihre Gesinnungen. Poti-däa und die meisten Städte empörten sich; auch Olynthos wurdedes Abfalls verdächtig geachtet. Als daher der Feldherr der Per-ser, Artabazes, Potidäa belagerte, richtete er seine Waffenauch gegen diese Stadt, eroberte sie, und übergab sie den Chal-kidikern. In dem peloponnesischen Kriege finden wir sie u,wer-den Feinden der Athenienser; und als sie in dem Frieden, wel-cher im zehnten Jahre des Kriegs geschloffen wurde, nebst meh-

*) Ich durfte diese drey kurzen, aber vortrefflichen Reden nichttrennen, weil sie ein cyklisches Ganzes bilden, und durch Jso-lirung ganz verstümmelt würden. Ich gebe auch einen Theil derhistorischen Einleitung dazu, welcher nicht nur zur bessern Ver-ständlichkeit nvthwendig, sondern auch ein meisterhafter Com-mentar über den ästhetischen Werth dieser Reden ist.

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