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Die Sueven (ein gemeinschaftlicher Nähme aller im inner»Deutschland wohnenden und den Römern nicht naher bekannt ge-wordenen germanischen Stämme) zogen den Vandalen und Ala-nen im Jahre 407 über den Rhein nach durch Gallien nach Spa-nien und nahmen dort (neben einem Theile der Vandalen) vonGalicien Besitz. Als nach dem Abzüge der Vandalen nach Afrika,im Jahre 42 g, mehr Raum entstanden war, breiteten sie sichzwar anfangs weiter aus; fanden aber an den Westgothen böseNachbarn. Bereits im Jahre 456 gerieth das suevische Reich durchsie in Verfall, und im 1.585 ward es von ihnen völlig vernichtet.
Die Sachsen in Holstein schwärmten als Seeräuber anallen Küsten bis Frankreich und England umher. Als sich dieBritten nach dem Abzüge der römischen Legionen (im Jahre 427)gegen die Zerstörungen der Schotten und Picten nicht mehrzu retten wußte», so riefen sie auf Vortiger's Vorschlag dieSachsen, die sie als kühne und glückliche Seeräuber kannten,zu Hülfe. Sie halfen, aber sie eroberten auch seit 449 dieInsel, mit der Aufreibung fast aller alten Brittanier.
Die Heruler, Turcilinger und Rugier (deren ursprüng-liche Sitze sich nicht weiter bestimme«: lassen, als daß die Ru-gier an der Morava scheinen gewohnt zu haben) standen imSolde der letzten römischen Kaiser, und da sie ihre germani-schen Brüder im Besitz von schönen Ländern sahen, verlangtensie ähnliche Besitzungen in Italien. Da ihr Verlangen abge-schlagen wurde, so setzten sie ihren Anführer Odoacher als Kö-nig von Italien statt des Romulus Augustulus im Jahre 476 aufden Thron. Er wurde aber desselben schon im Jahre 4g^ wiederdurch die Ostgochen beraubt. In Italien scheinen wenige vonden Herulern und Rugiern geblieben zu sepn. Denn Odoacherselbst führte noch als König von Italien mir den Rugiern ander Morava Krieg, und Odoachers Bruder setzte denselben fort.Die Rugier zogen nach Mösien zu dem ostgorhischen König Theo-dorich ; in die leer gewordenen Plätze des Rugelandes »'ändertendarauf die Heruler, und als dies« «S wieder verließen, besetz-ten es die Langobarden.