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chen des fortgehenden Wohlstandes der Staaten sey, ob undwie man ihm Gränzen setzen müsse, damit nicht Üppigkeit,Schwelgerey und Weichlichkeit erzeugt werde? lassen sich auSder letzten Geschichte der Römer beantworten. Sie kann auchlehren, welche Folgen eine ungeheure große Vermehrung desNational-Reichthums hat. Unter den verderblichen Folgen desausschweifenden Luxus, welche das Ende dieser Periode auf-stellt, verdienen die Unterdrückung des Nationalgeistes, unddie Verbitterung aller Annehmlichkeiten des häuslichen und ge-selligen Lebens eine Betrachtung, die auch für unser Zeitalterlehrreich seyn kann.
Wenn man in Ansehung der bürgerlichen und kriegerischenRevolutionen diesen Zeitraum mit den neuesten Zeiten ver-gleicht, so hat man gewiß nicht Ursache, das cultivirte Alter-thum um wahre oder vermeinte Vorzüge zu beneiden. Wiewüthend waren Alexanders Siege und die Kriege seiner Nach-folger, wie teuflisch die Triumphe der römischen Triumvirs.Keine solche allgemeinen und kaltblütig verübten Grausamkeitenstellt die neuere Geschichte gesitteter Volker von edlern Stäm-men auf. Selbst der gepriesene Patriotismus der Alten, undvornehmlich der Römer, wurde Quelle unaussprechlichen Men-schenelcndS. Sein höchster Grundsatz war: das Idol des Va-terlandes auf den Trümmern des gestürzten Wohlstandes allerandern Völker zu erheben. Wohl uns, daß wir gelernt haben:auch die Welt ist das Vaterland des Menschen; wohl uns,wenn unsere Regenten es begreifen, daß das Wohl und Glückeines einzelnen Staates nie weniger befördert wird, als wennman ihn ganz zu isoliren, und den Ruin anderer Staaten mitkindisch - neidischer Politik zu bewirken strebt!
Rom hat nur Ein Mal die Herrschaft über die Welt er-langt; noch drey Mal hat es diese Herrschaft, nur auf andereArt, zu erkämpfen gestrebt. Es hat sich immer zur Beherrschungder Welt bestimmt geglaubt, und doch nie lange herrschenkönnen. — Ungeheuer große Reiche und Herrschaften zerfallenbald, eine lehrreiche Erfahrung für den geizigen Eroberer,