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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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selbe zu poetisch - reichen Gegenständen ; sie belebte seine Phan-tasie durch ihre reichen Mittel, und nährte sie durch Schwär-mereyen der Liebe und Religion. Mit einer solchen Stimmungtrat der deutsche Ritter seine Wallfahrt in die Morgenländeran. Durch die häufige Veränderung der Luft und Nahrungs-mittel ward in seine Organisation größere Reizbarkeit gebracht,und durch den Umgang mit so vielen ganz verschiedenen Na-tionen ward sein Wesen in vielen Stücken ganz geändert. Erlernte von dem Orient und Occident, von Arabern, Türkenund Griechen, von Italienern, Engländern und Franzosen;seine Jdeenmafse ward vergrößert, sein Beobachlungsgeist ge-schärft, seine Phantasie genährt, seine Denkungsart verfeinert,seine Lebensart verbessert; er empfing am Innern und Äußern,an Körper, Herz und Geist Verschönerungen. Seine Kaisernahmen Antheil an der Literatur anderer Volker, und flößtenihren Rittern durch ihr Beyspiel gleichen Eifer ein, sich mitdem bekannt zu machen, was andere Nationen Schönes hatten;besonders haftete das Beyspiel Friedrichs des Ersten und desZweyten. Jener sprach in mehrern neuen Sprachen, undversuchte selbst im Proven^alischen zu reimen; dieser gab sichund seinen Zeitgenossen gar einen gelehrten Strich; er legteeine Büchersammlung an und schmückte sie mit allerley lite-rarischen Beuten aus dem Oriente, und gab seinem Adel undden hohen Schulen seines Reiches Araber und Griechen inÜbersetzungen in die Hand. Der deutsche Adel folgte ihremBeyspiele mehr und weniger; Manche erwarben sich, so gut esdamahls möglich mar, Bekanntschaft mit der klassischen Lite-ratur der Römer, Andere wanderlen nach Padua, Paris undSalamanca des Studirens wegen; Andere lasen wenigstensdie Dichterwerke ihrer Nachbarn, der Proven^alen und Fran-zosen.

Während dieser Änderung der Dinge fuhr man in Deutsch-land immer fort zu reimen; nur drückte sich die neue Welt,die sich gebildet hatte, in die deutschen Lieder ab. Besonderswirkte Frankreich, das man als das allgemeine Muster in Sa«

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