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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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ben seinen für Andere unübersehbaren, »»erklärbaren Genußgabst. Deine ganze Schöpfung ist ein Gewebe, das die Machtaus dem Nichts hervor zog, die Weisheit einschlug und demdie Liebe ihre tausendgestaltigen, sinn- und liebreichen Figureneinwebte. Wer sollte dich also nicht lieben, da jedes Geschöpfnur zu dir ziehet, zu dir weiset? Und wer kann es, wie ersollte, da er im Meere deiner Gedanken und vorgesühlten Em-pfindungen untergehet? Du hast das Schicksal aller Älter», daßsie mehr lieben, als geliebt werden; aber du hast vor allendas voraus, daß du die Sehnsucht nach dir in mir selbst er-schaffen hast und mich an Banden des Erkenntnisses und derLiebe dir immer naher zuführen kannst. Mein ganzes Herzsagt es mir, du werdest und müssest es thun; denn das kleineFünkchen Erkenntniß und Liebe in mir ist ja nur ein Abglanzder unendlichen Flamme deines Herzens. Du mußt mich alsotausendfach inniger erkennen, nennen, suchen und lieben, alsich dich nennen und suchen kann; und dieser ewige Zug deinesHerzens zu dem meinen ist mir ein eingepflanzker Bürge mei-ner unsterblichen Neigung zu dir und des immer wachsendenGenusses deiner.

Uber die Unsterblichkeit der Seele.

Von Starke.

Der herzliche Wunsch, für meinen Vortrag einen Ihrer Auf-merksamkeit würdigen Gegenstand zu wählen, mußte mich sehrleicht an die größte Hoffnung des denkenden Menschen, an dieHoffnung der Unsterblichkeit, erinnern.

Da sittliche Würde etwas Höheres ist, als Vortheil undLust; da wir uns in einem künftigen Zustande des süßer» Ge-nusses die Seligkeit selbst nicht ohne innere Vortrefflichkeit, da wirnur durch diese uns Freude denken können, die sittliche Würdeaber einer unendlichen Veredlung fähig ist: so kann der Zweckder Sittlichkeit und Tugend kein anderer seyn, als-das steteWachsen an innerem Adel, das stete Fortschreiten in innererVollkommenheit. DieserZweck setzt seiner Natur nach eine un-