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Alten und Ausländischen verleiten kann/ weiset doch auf einenreellen Nutzen hin/ der sich aus dem Sprachstudium ziehenläßt. Eben diese durch die Dunkelheit des Ausdruckes geschärfteAufmerksamkeit auf die Sachen vermehrt den Eindruck desWahren und Schonen/ wenn man endlich solches in den Wer-ken der Alten findet. Man denkt tiefer über das Erstere nach/man empfindet das Letztere inniger/ wenn es Zeit und Mühegekostet hat / es zu entdecken.
Uber das gegenseitige Verhältnis; der geisti-gen und sinnlichen Anlagen des Menschen.
Von Schiller.
Es lassen sich in allem dreyerley Verhältnisse denken / inwelchen der Mensch zu sich selbst/ d. i. sein sinnlicher Theil zuseinem vernünftigen, stehen kann. Unter diesen haben mir das-jenige aufzusuchen, welches ihn in der Erscheinung am bestenkleidet und dessen Darstellung Schönheit ist.
Der Mensch unterdrückte entweder die Forderungen seinersinnlichen Natur / um sich den höhern Forderungen seiner ver-nünftigen gemäß zu verhalten; oder er kehrt es um und ord-net den vernünftigen Theil seines Wesens dem sinnlichen unter,und folgt also bloß dem Stoße, womit ihn die Naturnothwen-digkeit, gleich den andern Erscheinungen, fort treibt; oder dieTriebe des Letzter» setzen sich mit den Gesetzen des Erster» inHarmonie und der Mensch ist einig mit sich selbst.
Wenn sich der Mensch seiner reinen Selbstständigkeit be-wußt wird, so stößt er alles von sich, was sinnlich ist, und nurdurch diese Absonderung von dem Stoffe gelangt er zum Ge-fühle seiner rationalen Freyheil. Dazu aber wird, weil dieSinnlichkeit hartnäckig und kraftvoll widersteht, von seinerSeite eine merkliche Gewalt und große Anstrengung erfordert,ohne welche es ihm unmöglich wäre, die Begierde von sich zuhalten, und den nachdrücklich sprechenden Jnstinct zum Schwei-gen zu bringen. Der so gestimmte Geist läßt die von ihm ab-hängende Natur, sowohl da, wo sie im Dienste seines Willens