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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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bar macht, werden mir Gegenstände der Betrachtung, ich kannihre Eigenschaften erforschen, ihre Großen abmessen, sie durchKunst zu neuen Quellen meines Vergnügens und Nutzensmachen; ich kann über die Natur des Lichtes nachdenke», undaus diesen Betrachtungen ganze Wissenschaften erbauen; ichkann über die Gestalt, Entfernung, über die Verbindung, wor-in die Sonne mit ihrem Planeten-Systeme steht, Entdeckungenmachen, diese Entdeckungen zum Nutzen des menschlichen Le-bens anwenden, daran meine Verstandeskräfte üben und vonder Betrachtung derselben endlich zu der Erkenntniß und Ver-ehrung der Gottheit hinauf steigen. So sagt mir selbst die ganzeEinrichtung des Weltgebäudes, daß der Zweck aller erschaffe-nen Dinge die größte Vollkommenheit des geistigen Wesensist. Das muß also auch der Zweck seyn, den ich mir bey allenmeinen Handlungen vorsetze.

Wenn ich auf dem Wege dieser Analogie fort gehe, sobegreife ich, daß also meine Handlungen dadurch ihre Vollkom-menheit und Schönheit erhalten, wodurch sie jedes Ding er-hält, dadurch, daß sie mir nicht bloß sinnliches Vergnügen ver-schaffen, sondern überhaupt mir zu der Veredlung und Ver-vollkommnung meiner ganzen geistigen Natur verhelfen.

Wenn solcher Gestalt immer das weniger Vollkommene demVollkommener» untergeordnet ist, das Leblose dem Lebendi-gen, das Vernunftkose dem Vernünftigen, so muß auch meinsinnliches Vergnügen der gesammten Vollkommenheit meinerNatur untergeordnet seyn. Aller sinnliche Genuß muß dahernicht bloß durch die Pflicht meiner körperlichen Erhaltung, oderder eine sinnliche Genuß durch den andern sinnlichen Genußeingeschränkt werden; er muß durch die Verbindlichkeit, zumeiner gesammten Vollkommenheit zu arbeiten, auch zu der-jenigen, die ich durch gesellige Handlungen mir verschaffenkann, seine Einschränkung und Bestimmung erhalten. Sokomme ich mit mir selbst, mit der menschlichen Gesellschaft,mit dem ganzen Weltgebäude in Harmonie.

Also in der Stelle, die ich als vernünftiges und geselliges