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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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lichkeit gehören, weil er Gedärme in sich schließt, die einenlangen Gang hindurch einen nicht flüssigen Stoff forttreibensollen.

2 ) Lange oder (wiederhohlentlich, durch Mittagsruhe)viel schlafen, ist sreylich eben so viel Ersparniß am Unge-mache, was überhaupt das Leben im Wachen unvermeidlich beysich führt, und es ist wunderlich genug, sich ein langes Lebenzu wünschen, um es größten Theils zu verschlafen. Aber das,worauf es hier eigentlich ankommt, dieses vermeinte Mittel deslangen Lebens, die Gemächlichkeit, widerspricht sich in seinerAbsicht selbst. Denn das wechselnde Erwachen und wieder Ein-schlummern in langen Winternächten ist für das ganze Nerven-System zermalmend und in täuschender Ruhe krafterschöpfend:mithin die Gemächlichkeit hier eine Ursache der Verkürzung desLebens. Das Bett ist das Nest einer Menge von Krank-heiten.

5) Im Alter sich pflegen oder pflegen zu lassen, bloßum seine Kräfte, durch die Vermeidung der Ungemächlichkeit(z. B. des Ausgehens im schlimmen Wetter), oder überhauptdie Übertragung der Arbeit an Andere, die man selbst verrich-ten könnte, zu schonen, so aber das Leben zu verlängern,diese Sorgfalt bewirkt gerade das Widerspiel, nähmlich dasfrühe Altwerden, und Verkürzung des Lebens.

Übrigens ist das P hi lo so p hir c n, ohne darum ebenPhilosoph zu seyn, auch ein Mittel der Abwehrung mancherunangenehmen Gefühle, und doch zugleich Agitation des Ge-müths, welches in seine Beschäftigung ein Interesse bringt,das von äußern Zufälligkeiten unabhängig, und eben darum,obgleich nur als Spiel, dennoch kräftig und inniglich ist, unddie Lebenskraft nicht stocken läßt. Dagegen P hil osop hie,die ihr Interesse am Ganzen des Endzwecks der Vernunft hat,ein Gefühl der Kraft bey sich führt, welches die körperlichenSchwächen des Alters in gewissem Maße durch vernünftigeSchätzung des Werths des Lebens wohl vergüten kann.