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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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allenthalben gelten muß, weil Gott ihn schrieb, die Mensch-heit; da Handel und Mäkeley mit Menschen wie mit Maa-ren aufhort; da man es beherzigt, daß auch ein schwarzerMensch ein freygebornes Kind im Hause Gottes ist, daß aucheiner schwarzen Mutter das Herz blutet, wenn man ihre'Kin-der zu harten Frohnen peitscht, und daß Gott nicht will, daßden Müttern das Herz bluten soll; da Reiche und Armeglücklicher neben einander wohnen, weil diese durch jene ge-bildet, in Thatigkeit gesetzt und versorgt, Nahrung und Klei-dung, Bett und Dach, wenn auch nicht so schon, doch ebenso für das Bedürfnis; haben. Die Zeit wird kommen, da Hel-ler Verstand mit jugendlich unverstimmter Phantasie, ruhigedeutliche Einsicht mit starkem Gefühl und mit Fülle des Her-zens, gründliches Wissen mit freundlicher Geselligkeit, feineAusbildung mit der Einfachheit des Wahren sich schwesterlichvertragen. Natur und Kunst, Mutter und Tochter, werdenimmer einträchtiger mit einander werden, und indem man sichnach der Tochter sehnt, wird man es mir der Mutter nicht ver-derben dürfen. Kunst in ihrer höchsten Blüthe wird ja selbstNatur. Steif und unbeholfen waren ihre frühern Werke; dieKinder ihrer Vollkommenheit athmen wie die Mutter Kraftund Leben. An der Hand der Kunst wandeln die Menschenwieder in die Hallen der Natur, aus welchen die Kunst sieführte, sie veredelt zurück zu bringen. Ungetrübt heiter, unbe-kümmert glücklich, spielen die Menschen dann in vollem Genußder Güter, die Menschheit und Gesellschaft, Geist und Herz,Freundschaft und Liebe gewährt, die seligen Spiele ihrer Kind-heit in den lieblichen Gärten der Erde; durch kindlich unschul-dige Gefühle, kindlich harmlose Träume, kindlich wahre Ge-danken, geübt und gebildet, blühen sie hier entgegen den ho-her», erhabneren Gefilden ihrer vollkommenen Reife. Zu diesenhin führt sie eine weise, belebende, holde Begleiterin», diehier ihre Lust reinigt und versüßt, sie belehrend nach dem Zu-stand ihrer Vollendung hinweiset, und ihnen entzückende Aus-sichten auf größere Kreise der Thatigkeit und Freude, in die