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viele edle Kräfte in Bewegung gesetzt, und manche herrlicheÄußerungen eines wahren Heroismus und Patriotismus erzeugtwurden), um desto länger bey der schöner» Seite der Griechenzu verweilen, sie desto näher als Lehrer ihrer Mitwelt und derNachwelt kennen zu lernen. Ihre Kriege mit fremden Völkern,mit den Persern, Macedoniern und Römern, waren —den-jenigen vielleicht ausgenommen, den Agssilaus in Kleinasienführte, meistens nur defensive Kriege; den der Umsturz despersischen Thrones, den sie wohl wankend gemacht hatten, warmehr das Werk der Macedonier als der Hellenen, und nie wür-den ihre Kräfte zugereicht haben, um den Koloß aufrecht zu er-halten, den Aleranders Genie und siegreiche Heere aufgelhürmthatten. Ihre Eroberungen sind unbedeutend im Vergleich mitden Eroberungen, welche die Römer machten, und nur ihreColonien verdienen unsere Aufmerksamkeit, da sie nicht, wiedie römische», nur militärische Besatzungen zur Sicherung derHerrschaft in den eroberten Ländern, sondern auch Niederlas-sungen zur Verbreitung des Handels und zur Beförderung derCivilisation waren.
Aus diesem allen ergibt sich eine neue Bemerkung in Hin-sicht auf das Eigenthümliche der Herrschaft beyder Nationen.Die Herrschaft der Römer, meine ich, war mehr politisch, dieHerrschaft der Griechen mehr geistig. Alle culcivirten Völkerder damahligen Welt beugten sich vor dem römischen Adler. Vondem westlichen Lusicanien bis über den Euphrat, und von denSandwüsten Lydiens bis zu dem wilden Caledonien, an derGränze von Schottland, verbreitete sich die Herrschaft der Römer ;und so wie es vor ihnen keinen Staat gab, der dem ihrigenan Umfang, Glanz und Dauer gleich kam; so ist auch nachRoms Untergang, wenigstens in dem cultivirten Europa, keinStaat entstanden, der eine so glänzende und lang dauerndeHerrschaft in politischer Hinsicht gehabt hätte, als der römischebesaß.
Ganz anders aber ist es, wenn von geistiger Herrschaftdie Rede ist, oder von demjenigen Einfluß, den ein Volk durch