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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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ter der römischen Weltherrschaft." Ganz andets ist es beyden Griechen. Die Griechen machten nie ein einziges Volk aus ;ihre Nation bestand aus verschiedenen Völkerschaften, und nurdie Versammlungen des Amphikcyonen - Gerichts, nur die pe-riodische Feyer der olympischen, nemäischen, isthmischen undpythischen Spiele, nur das gemeinschaftliche Orakel zu Delphi,nur die Zeiten der allgemeinen Gefahr (wie das in den persi-schen Kriegen der Fall war) konnten einiger Maßen die hel-lenischen Stamme vereinigen. Aber so wenig, wie bey derdeutschen Geschichte, gibt es auch bey der griechischen einenbleibenden Punct, wohin alles zurück geführt werden konnte.Es gehört daher weit mehr historische Kunst dazu, die GeschichteGriechenlands auf eine leicht faßliche und angenehme Art zu er-zählen, als zur Darstellung der römischen Geschichte erfordertwird. Hier gibt der Gang der Geschichte dem Erzähler ungesuchtden Faden an die Hand, an dem er seine Erzählung fortspinnenkann; dort muß er sich selbst einen solchen Faden suchen, muß beysich überlegen, ob er die Geschichte der einzelnen Staaten eth-nographisch darstellcn, oder synchronistisch verstechten will. DasErster« würde das Leichtere seyn, würde nur dadurch dem Über-blick des Ganzen nicht Abbruch gethan, und wäre nur die Ge-schichte aller einzelnen hellenischen Staaten so interessant undumständlich beschrieben, wie dieß in Rücksicht Sparta's undAlhen's der Fall ist. Es bleibt also nur das Letztere übrig, undder Geschichtschreiber muß die Geschichte der kleineren Staatenan die Geschichte der Hauptstaaten anreihen, und diese wiederso ordnen, wie sie nach einander an der Spitze der übrigen stan-den. Und so wird die Geschichte Griechenlands eigentlich nurdie Geschichte der Hegemonie, wie diese wechselweise von Athen,Sparta und Theben behauptet wurde.

Eine zweyte Bemerkung, die wir in Rücksicht auf dieGeschichte beyder Nationen zu machen haben, betrifft das W e-sentliche in der Darstellung derselben. Rom wareine große, militärische Republik; der Geist, der die Bürgerdieser Republik belebte, war Kriegs- und Eroberungssucht.