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>a in Eine Menschheit: den Verstand in den Kopf, das Herzin die Brust. Also laßt euer Licht leuchten vor den Leuten,oben; und euer Lämpchen rein brennen in der Mitte eures We-sens. Das Herz muß nicht ohne Kopf galoppiren, und euerKopf nicht ohne Brust und Herz eine kalte, steinerne Büstewerden: so werden sich mit der Zeit beyl^e zusammen findenund vereinigen, und ihr werdet durch beyde glücklich werden;ohne das wird's immer mit euch verdorben Werk bleiben. —Was habt ihr da gemacht? Köpfe? — Warum Köpfe? habtihr je Köpfe ohne Rumpf wandeln gesehen? Und ihr, washabt ihr? geflügelte Herzchen? Nun denn, welche Kinder ihrseyd! Saht ihr je brennende Herzchen fliegen? und daß ihnender körperlose Flug wohl bekommen wäre? Mahlt doch wenig-stens in's Herz ein Auge hinein, so habe ich nichts gegen eureSymbolik." „Vater," schrien die Mädchen, „das bedeuten schondie Flammen und die Flügel: wo's brennt und fliegt, da be-darf man kein Auge , da ist das Auge schädlich?" „Glaubt'snicht, kleine Thörinnen, ein fliegendes Herz ohne Auge fliegtüberall an, wird allenthalben gespießt und verwundet. Ein im-mer brennendes Herz brennt sich aus." — „Aber, Vater, einHerz, das ganz Auge ist, ist auch zu delicat, und kann nir-gend ruhen. Wo es hinkommt, siehc's zu genau, zu nah, undwill immer weiter."
Der Vater. Ich sage euch nicht, daß eure Herzchenganz Auge seyn sollen, nur sollen sie Augen haben: ebendamit sie wissen, wo sie Ruhe finden können, und wo sicher zuruhen sey. — Aber genug des Bildes. Ich will meine Pfeifeanzünden, und einen kleinen Katechismus über Verstand undHerz mit euch anstellen. Seyd ihr zu antworten fertig? Eswird sich sodann ergeben, auf wessen Seite der Sieg sey?" —Sie waren alle dazu sehr bereit,.und der Vater hob an:
„Nicht wahr, Mädchen, euch ist von eurer älrern Schwe-ster bekannt, was sie in ihrer Ehe gelitten hat, und noch lei-det ; und ihr wisset doch, sie hat aus bloßer Liebe geheirathet.Es war Herzens - Affaire bey uns, die sie lang unterhielt, von