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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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wollten; die Mädchen alle die Parthie des Herzens, und logir-ten also die größte Wirkungskraft im Menschen tiefer hinunter.Jene mahlten dazu Gesichter, in denen alle Eindrücke des Gei-stes sichtbar seyn sollten; diese schnitten flammende und geflü-gelte Herzchen aus, von denen sie behaupteten, sie flögen sehrschnell, und zündeten überall und brennten ewig. Als sie sich,wie leicht zu erachten war, nach langen Repliken nicht vereini-gen konnten, gingen sie ihren Vater an, der, eine doppelteSchlafmühe auf seinem greisen Haupte, zwischen ihnen seinePfeife rauchte und an etwas anders dachte. Er wachte wie ausdem Traume auf, da ihm von seinen Knaben und Mädchendie Frage vorgelegt ward:

welche Eindrücke oder Empfindungen wahrer und dauern-der sind? ob die des Verstandes oder des Herzens?"Eindrücke und Empfindungen?", Er schob die Schlaf-mühen zu beyden Seiten.Wahrer und dauernder?'.'Er schob sie nochmahls herum und rückwärts. »D e s Verstän-de s o d e r d e s H e r z e n s ?" Er nahm sie beyde ab, legte sieauf den Tisch, klopfte die Pfeife aus, und sprach: ,;Das,meine Kinder, ist.eine schwere Frage. Ich. mochte wissen.- ivioihr auf d i e kommt?"

Sie sagten einhellig, daß es zugleich eine sehr wichtigeFrage sey, indem sie zu ihrer ganzen Bildung und Lebens-führung die Form und den Grundriß gebe. Sie müßten genauwissen, wie sich Verstand und Herz zu einander verhalte? wojedes logire, und was es beherbergen könne? wie bequem unddauernd die Herberge sey? u. s. f.

Wenn nichts weiter ist," sagte der Alte, und setzte seinebeyden Mützen wieder auf,so ist die Sache leicht entschieden.Braucht beyde recht, meine Kinder,, wie und wozu sie euchGott gegeben. Bringt vor den Verstand, was vor ihn gehört,und vor euer Herz deßgleichen. Sucht mit jenem richtig zudenken, mit diesem treu und rein zu empfinden: so sind ihrerbeyder Eindrücke und Empfindung wahr und ewig. Endlich suchtsie beyde, so viel möglich, zu gesellen, denn Gott gab sie euch