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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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der andern Schleußen des Sees dazu dienen kann, das Landweit umher mit Wasser zu versehen, wenn der Fluß niedrigist. So kostspielig das Offnen und Verschließen der Canäle ist,so hat doch diese Einrichtung für Ägypten die größte Wichtig-keit. Mitten in dem See legte der König einen Platz zu sei-nem Begräbnisse an, und errichtete auf demselben zwey herr-liche Pyramiden, die eine für sich, die andere für seine Gemah-linn. Auf derSpitze einer jeden errichtete er einen marmornen Ko-loß, der aus einem Throne sitzt. Diese Pyramiden sind von ihremGrunde an bis zu ihrer Spitze hundert Faden hoch; die eineHalste ragt über das Wasser empor, die andere ist unter derErde verborgen. Der See ist also an einigen Stellen ZooFußtief, ob er gleich, wie Herodot versichert, bloß ein Werk derKunst war. Sein Umfang belauft sich auf 3 goo Stadien. Erliegt ungefähr eine Strecke von 600 Stadien über Memphishinaus. Wir setzten in einem Nachen über den See nach demLabyrinthe über. Dieses Gebäude ist in seiner Art das bewun-dernswürdigste in der ganzen Welt, von welchem Dädalus dasModell zu dem berühmten Labyrinthe in Kreta nahm. Die unter-irdischen Gemächer sind alle durch Kunst in den Felsen gehauen,welches unglaublich scheinen könnte, wenn der ganze Felsennicht aus Sandstein bestände, der auch zur Erhaltung der hierbeygesetzten Leichname beyträgt. In diesen bewundernswürdi-gen Gemächern werden die Gabares oder Mumien von denzwölf Königen, die das Labyrinth erbaut haben, nebst denÜberbleibseln von Krokodillen und andern heiligen Thieren auf-bewahrt. Sie werden hier mit großer Kunst einbalsamirt undin Nischen ausgestellt. An der Ecke, wo das Labyrinth endigt,erhebt sich eine Pyramide von 240 Fuß Höhe, auf einer Ba-sis von derselben Länge. An ihren Seiten sind kolossalische Fi-guren von Thieren eingegraben. Der Eingang in dieselbe führtunter der Erde weg.