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für. Da verließ er Anvers, den Ort seines Aufenthaltes,für einige Zeit, und ließ bald darauf die Nachricht von seinemTode aussprengen; seine Frau und Kinder mußten sogar Trauerum ihn anlegen. Sogleich strömten die Kenner von allenSeilen zu seiner Wohnung, rissen sich seine Gemählde aus
den Händen, und wogen sie mit Gold auf.
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Dominichino wurde von einem Freunde ermahnt,schneller zu arbeiten. „Das wollte ich gern," antwortete derKünstler, „aber ich habe einen Meister, der schwer zu befriedi-gen ist." „Der wäre?" — „Ich selber."
Historische Anekdoten*).
Die Königin» Christina von Schweden lobte eine Bild-säule des Bernini, die Wahrheit, mit einer Art vonEntzücken. „Gott sey gedankt," rief ein Cardinal, „daß EureMajestät die Wahrheit lieben !" „Aber," versetzte die Königin»,"
nicht alle Wahrheiten sind von Marmor."
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Als Sultan Soliman im Jahre 1829 die FestungOfen belagert und eingenommen hatte, fand er den Comman-danten derselben, den General Nadasdy, in einem finsternLoche stecken, und war neugierig, zu wissen, wie er in dasselbegekommen sey. Die Besatzung gestand ihm, daß sie ihn selbstda eingesperrt habe, weil er sie Feige und Verräther geschol-ten hatte, da sie Willens gewesen wären, zu eapituliren. Indiesem Gefängnisse eingesperrt, hätte er sie nicht hindern kön-nen, sich zu ergeben. Der Sultan, voll Verwunderung überden Muth, die Treue und die Tapferkeit des Commandanten,überhäufte ihn mit Lobsprüchen und Geschenken, ließ ihn frey,und verdammte alle die zum Tode, die auf eine so schimpflicheArt ihm ungehorsam waren.
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*) Die Anekdoten, deren Verfasser hier nicht genannt worden,
sind aus verschiedenen Zeitschriften genommen.