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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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der Gelehrte erstaunt:wer wird denn den Nathan spielen?"»Ich !" versetzte der stolze Theater-Principal.Und wer denWeisen?" fragte Jener weiter. Der Direktor verstummte, undging.

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Ein junger Officier, der an einem Thore Berlins dieWache hatte, sah einen unansehnlichen, verwachsenen Judenaus dem Thore gehe», ohne ihn weiter zu kennen. Er wollteihn ein wenig aufziehen, und fragte ihn unter andern, womiter denn handle? er wolle ihm etwas abschachern. Der unge-kannte Jude war Mendelssohn. Er gab dem Officier zurAntwort:Womit ich handle, das kaufen Sie doch nicht."Nun," sagte der Officier,womit handelst du denn?"MitVerstand" erwiederte Mendelssohn.

Anekdoten von Künstlern *).

Van der Kabel, ein holländischer Mahler, pflegtenur diejenigen seiner Gemählde zu loben, die ihm nicht son-derlich gelungen waren.Wie geht das zu?" fragte ihn einFreund.Ey," antwortete er:die guten loben sich selber.''

Ein vornehmer Herr in Neapel ließ sich von LucasGiordano mahlen, aber das Bild nicht abhohlen. Da hinges der Künstler heraus vor das Fenster, mit der Unterschrift:Ich hänge hier, weil ich kein Geld habe." Man kanndenken, daß der vornehme Herr eilte, seinem Ebenbilde Geldzu schicken.

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Teniers hatte längst bemerkt, daß auch die besten Ge-mählde noch lebender Künstler schlecht bezahlt werden. Ihmging es mit den seinigen nicht besser. Er hatte deren eine ziem-liche Menge, aber niemand both einen anständigen Preis da-

') Von Kotzebue»