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zur Erfüllung befördern sollten. Gleim und Kleist wurden
von nun an unzertrennliche Freunde.
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Engel war ein vorzüglich interessanter Anekdoten - Er-zähler, und wenn er bey guter Laune war, unterhielt er ofteinen ganzen Abend eine Gesellschaft damit auf die belusti-gendste Weise, ohne dabey die Regeln des Anstandes zu ver-letzen, weil er nie in den Fehler vieler Anekdoten-Erzähler ver-fiel, die ihre Erzählungen durch Zweydeutigkeiten und Schlüpf-rigkeiten zu würzen vermeinen. Einst wurde er von einerDamebefragt: warum Kotzebue's Theaterstücke mehr Glück aufder Bühne machten, als die I fflan d'sch e n? „Nichts istleichter zu beantworten," versetzte Engel: „Kotzebue tratzuerst mit einem Schauspiele auf, worin eine Dame eineSottise macht, die ihr so großmüthig verziehen wird; hierdurcherwarb er sich die Gunst der Damen, und wer die hat, istobenauf."
„Es geht doch nichts über ein gut Glas Wein!" sagteder geheime Rath *** zu Engel. — „Eine Bouteille ist mirdoch lieber!" versetzte Engel.
Ein junger Dichter überreichte Engeln ein Schauspiel,welchem er den Titel gegeben hatte: So sind die Men-schen; und bath sich das Urtheil desselben aus. Engel gabes ihm nach einiger Zeit zurück mit den Worten: „Ich habemein Urtheil dabey geschrieben." Der Verfasser suchte langevergebens nach der schriftlichen Kritik; endlich fand er, daß
Engel zu dem Titel das Wörtchen nicht hinzugesetzt hatte.
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Ein gewisser Schauspiel-Director *) kam auf den Einfall,Lessing's Nathan den Weisen einstudiren zu lassen. Mit in-nigstem Wohlgefallen ging er zu einem Gelehrten der Stadt,wo er sich aufhielt. „Wissen Sie wohl," sagte er, „daß ichLessing's Nathan der Weise geben werde ?" „Wie?" fragte
) Döbbelin in Berlin.