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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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schließe» sich selbst sogar, wenn's möglich wäre, nicht trauendin ihrem Innersten jedes Geheimniß. Keines von beyden sollman thnn, denn beydes ist Fehler; allen trauen, und keinem;nur möcht' ich den ersten einen edleren, den andern einen ge-fahrloseren Fehler nennen. Eben so darf man beyde tadeln, so-wohl die, welche stets unruhig sind, als die, welche stets ru-hen. Denn Geräusch lieben, heißt nicht thätig seyn; sondernin leidenschaftlicher Unruhe umher rennen, und es heißt nichtruhig seyn, wenn man jede Bewegung für Beschwerde achtet;sondern in träger Unthätigkeit hinschmachten. Laß denn Folgen-des, was ich beym Pomponius las, dir empfohlen seyn.Eini-ge haben sich dergestalt in ihre Schlupfwinkel geflüchtet, daßihnen, was licht ist, trübe däucht." Man muß beydes miteinander verbinden; der Ruhende muß handeln und der Han-delnde muß ruhen. Frage die Natur; sie wird dir sagen: siehabe Tag wie Nachr gemacht.

5. Cicero an Q. Philippus, Proconsul.

Ich bezeige dir meine Freude, daß du aus deiner Provinzwieder glücklich, mit unverletztem Ruf, und bey ungestörtemWohlstände der Republik, in den Schoos; der Deinigen zurückgekehrt bist.

Wäre ich zu Mdm gewesen, so hätte ich dich gesehen, unddir mündlich für die Gefälligkeiten gedankt, die du meinen sehrguten Freunden erwiesen hast. Antipater Sorbetes ist nicht nurmein Gastfreund, sondern überhaupt ein Mann, mit dem ichauf dem vertrautesten Fuß lebe. Es war mir daher sehr unan-genehm zu hören, daß du einen heftigen Unwillen auf ihn ge-worfen habest. Uber das, was den Anlaß dazu gegeben, kannich nicht urtheilen; aber ich halte mich für gewiß versichert, daßein Mann wie du, nichts ohne gute Ursache thut. Alles, warumich dich also, im Vertrauen auf unsre alte Freundschaft, auf'sinständigste gebekhen haben will, ist, daß du seinen Söhnen,die in deiner Gewalt sind, wenn auch aus keinem andern Grun-de, doch mir zu Liebe verzeihen wollest, so fern du nicht