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rettet hast, oder ob du, wie ich befürchte, ganz ausgeplündertbist, davon weiß ich kein Wort. Piso wird, wie du mir schreibstund ich hoffe, immer der Unsrige bleiben.
Was die Freylaffung unserer Sclaven betrifft, so seheich keinen Grund, dich deßwegen zu beunruhigen. Den Deini-gen ist versprochen worden, du werdest jeden so behandeln, wieer es verdient habe. Von den meinigen thut Orpheus noch bis-her seine Pflicht; von den übrigen allen kann ich keinen sonderlichrühmen. Ich habe deßwegen die Verfügung getroffen, daß sie,im Falle mir mein Vermögen genommen würde, von mir frey-gelaffen seyn sollten, wenn sie es erhalten konnten; bliebe miraber mein Vermögen, so sollten auch sie, bis auf sehr wenige,meine Sclaven bleiben. Doch das sind Kleinigkeiten.—
Du ermahnest mich, hohen Muthes zu seyn, und die Wie-derherstellung meines vorigen Glücksstandes zu hoffen. Wie sehrmacht' ich wünschen, daß die Umstände so beschaffen mären, daßwir dieß mit Grund hoffen dürften! Ich Unglücklicher! wannkann ich, in meiner dermahligen Lage, nur deine Briefe zuerhalten hoffen? Ich würde zu Brundusium darauf gewartethaben, wenn die Schiffer es zugelaffen hätten, die das günstigeWetter nicht versäumen wollten.
Übrigens, meine Terentia, thue dein Möglichstes, dichaufrecht zu erhalten. Ich habe mit größter Ehre gelebt, michrühmlich ausgezeichnet; keine Übelthat, mein Verdienst alleinhat mir diesen Fall zugezogen; ich habe nichts zu bereuen, alsdaß ich mich entschließen konnte, den Verlust meiner Würdenzu überleben. Und doch, wenn es für unsere Kinder besser ist,daß ich lebe, so will ich alles Übrige, wie unerträglich es auchist, zu ertragen suchen. Du siehst, wie gern ich dich bey Mulherhalten möchte, ob ich gleich so wenig über mich selbst vermag,
Ich habe den Claudius Philäterus *), weil er sehr an denAugen leidet, zurück geschickt, wiewohl ich einen getreuen Die-ner an ihm verliere. Sallustius wird, wie es scheint, alle an-
') Ei» Freygelassener, so wie auch die folgeuden.