4 ?
Pflichten nicht erfüllen/ oder er wird sie wenigstens unwilligund obenhin verrichten.
Die Personen/ deren Voraussehungen am öftesten ein-treffeii/ sind die/ welche am besten beobachten. Alle Voraus-sehung ist ein Schluß von dem Gegenwärtigen auf das Künftige.
Das Fehlschlagen überspannter Erwartungen ist den trä-gen und sinnlichen Menschen eigen/ die/ je weniger sie selbstzur Erreichung ihrer Endzwecke zu thun Lust haben/ destomehr vom Zufalle und von andern Menschen fordern. Wernicht mehr begehrt, nicht mehr hofft, als was ihm sein Fleiß,der Grad von Nutzbarkeit, den er in der menschlichen Gesell-schaft hat, die Wichtigkeit der Dienste, die er dem gemeinenWesen oder einzelnen Personen leistet, geradezu und unmit-telbar verschaffen können, der wird gemeiniglich, wenigstensin den Hauptsachen, erhalten, was er hofft. Wer aber glaubt,daß durch zufällige Umstände, die er nicht veranstaltet hat,sich seine Belohnungen über das gewöhnliche Maß vergrößernwerden; wer sein Schiff auf dem Strome des Lebens nichtbloß sorlrudern will, sondern einen besonders günstigen Wind,der in seine Segel stoßen soll, erwartet; der wird immer Ur-sache haben, über sein Unglück und über fehlgeschlagene Hoff-nungen zu trauern.
Die Theorie ist eine Landkarte und gibt, so wie diese, eineVorstellung von der Lage der Dinge in der Welk, eh' mannoch unter sie gekommen ist.
Der gute Gesellschafter muß immer wenig mit sich, vielmit Andern beschäftiget seyn.
Ein Mensch ohne Verbindungen ist ein Mensch ohne Ar-me. Er vermag nichts, was von ihm entfernt ist, zu erreichen.
Pockels.
Nichts ist unwichtig für den Menschenbeobachter, wasdas Kind beginnet und treibt, nichts so klein, was nicht denkünftigen Jüngling oder Mann charakcerisiren könnte. In denkleinsten Willens- und Krastäußerungen des Kindes liegt schon