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das Gebilde seiner Zukunft, das Vorspiel seiner vollendetenRichtung, und vielleicht der Grund aller seiner Schicksale.
Der rohe ungebildetere Mensch, der gemeine Mann, istkein unn'ichtiger Gegenstand für die Menschenkunde. Er zeigtsich mehr in seiner wahren Gestalt, als der verfeinerte undzugeschnitzte Mensch, welchen der Umgang mit der Welt, seinekünstlichere Erziehungsweise und sein schlaueres Lebenssystemselbst künstlicher, vorsichtiger und zurückhaltender gemacht hat.
Aus einer zu weit getriebenen Gefälligkeit gegen das schöneGeschlecht, und aus einer zu geflissentlichen Nachahmung des-selben, werden wir Gecken und Thoren. Aus Gefälligkeit gegendasselbe geben wir oft unserer ganzen Lebensart den Anstricheines künstlichen Schauspiels, suchen eine Ehre in romanhafterLiebe und Schwcirmerey, empflndeln da, wo wir urtheilensollten, sind da witzig und verschlagen, wo wir de» geradenWeg gehen mußten. Aus Gefälligkeit gegen die Weiber wer-den wir Weiber, sehen alles nur durch die Brille, die sie unsgereicht haben, und glauben nur dadurch richtig sehen zu können.
Man glaubt, nicht fröhlich seyn zu können, wenn maudie Freude nicht übertreibt, ohne zu bedenken, daß die Göt-tin» des Lebens so leicht in jeder zu lauten Umarmung stirbt,und dann Ekel und Verdruß zurück läßt. Tausend Menschenkönnen nicht froh seyn, weil sie diese Kunst nicht verstehen,so sehr sie auch die Kennzeichen der Fröhlichkeit an sich tragenmögen. Die stillern Freuden des Lebens kennen sie nicht; siewundern sich, daß Andere, die sie kennen, nicht dabey ein-schlafen; aber die Unglücklichen wissen nicht, daß jene stillernFreuden die einzigen sind, die keine Leere des Herzens hintersich zurück lassen.