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zu ihm da sey» sollst. Die Natur und dein Herz werden janichts Unmögliches als Pflicht von dir fordern.
Engel.
Wessen Dienste nichts als körperliche Kräfte erfordern, derhat dafür nichts als Metall zu erwarten. Anstrengungen vonnicht gewöhnlichen Seelenkraften wollen zugleich mit Ehre be-lohnt seyn; mit mehr Ehre, große Tugenden, große Eigen-schaften des Charakters; mit der meisten Ehre, die höchsteTugend.
Wahrheit ist Licht auf dem Lebenswege; und welcherVernünftige wird nicht lieber im Licht, als in der Finstcrnißwandeln?
So wie jedes Alter und jedes Geschlecht, so hat auchjeder Stand sein ihm eigenes Schickliche, sein Decorum. Dießist so wahr, daß selbst der Narr von Profession keinen Unter-schied macht. Er erscheint als zweyfacher Narr, wenn er sichein Ansehen geben, eine Würde behaupten will, die mit sei-nem bekannten Charakter im Widerspruch steht.
Das Schickliche ändert sich nach Verschiedenheit der Per-sonen unendlich ab; aber die Regel desselben ist doch nur Eine:Übereinstimmung des äußern Betragens mit einem solchen in-nern Charakter, als entweder schon die Natur ihn angibt, oderdoch das sonstige bekannte Verhältniß eines Menschen ihnschließen läßt.
Jünglinge von einigem Geiste tragen sich gern mit aller-hand großen Erwartungen, mit allerhand stolzen Entwürfenfür ihre Zukunft. Wenn aus dem, was sie einst zu werden sicheinbilden, kein Schluß auf das gilt, was sie einst wirklichseyn werden, so ist doch gewiß, daß die gänzliche Abwesenheitsolcher Jugendträume nicht viel Gutes verspricht. Wünschekönnen ohne Kraft und Talent seyn; aber nie sind Kraft undTalent ohne Wünsche.
Gröbere Seelen hangen mit ihren Wünschen und Gedan-ke» nur au der nächste» Zukunft: feinere schweifen damit bis