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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Stürme zertrümmern seine Schiffe, und Krankheiten mordensein Geschlecht. Alles dieß ist ihm in den Weg gelegt, damice r's überwinde.

Es ist nur Ein Bau, der fortgeführt werden soll, dersimpelste, größeste; er erstrecket sich über alle Jahrhunderteund Nationen; wie physisch so ist auch moralisch und politischdieMenschheit in ewigemFortgange undStreben.

Die Zeit ist ein strenger Buchhalter, ein wahres Conti-nuum der Dinge, das nichts übersieht, das nie belüget. Fragedein Herz, und es wird dir sagen, was gebüßt sey, oder wasnoch gebüßt werden müsse; dein Schicksal ist der Nachklang,das Resultat deines Charakters.

Der Gedanke, daß uns das Unglück verfolge, ist einböser Dämon; er macht trübsinnig, scheu, verzagt, mißtrauend,unzufrieden mit sich und andern, endlich kühn, verzweifelnd;er wird also seiner Natur nach unsers Unglücks Vaterund Stifter. Frühe muß man diesen bösen Geist vertrei-ben, und einem jungen Mann nicht durch Worte, sonderndurch wohlbestandene Proben zeigen, daß er Glück habe.Ein Freund thut hier oft mehr, als ein Lehrer; Pyladesund Minerva heilten den jungen Orestes. In später»Jahren kommt es bey diesem Gedanken darauf an, daß mansich frage:w eßhalb man unglücklich seyn müsse?Jst's, weil alte Schulden auf uns liegen, so büße man dieseund zahle sie ab; so lange leide man in der Stille. Oder weilman in sich eine ungesellige, widrige Denkart bemerkt; wohl-an! so werde ein Arzt deiner selbst! In dir ist das Übel, unddie Vorsehung wird auf tausend, dir jetzt unbekannte Weisendeinen Bemühungen beystehen. Oder meinst du, du seyst fürAndere ein Unglück-bringendes Wesen; forsche auch diesemschwarzen Gedanken nach, woher er komme? Versuche es, undwiderlege ihn durch die That! Deine Proben werden glück-lich seyn; Herzen werden dir entgegen kommen; du wirst über-zeugt werden, daß du zum Glück da seyn könnest, weil du