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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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in der Mathematik. Sie ist eine gutherzige Alte, die mitknöcherner Hand die Thräne der Sehnsucht oder des Kummersvom Menschenauge trocknet.

Offenheit ist das Siegel des Edelsinns, der Schmuck undStolz des Mannes, der süße Reiz des Weibes, der Spottdes Schurken, und die seltenste Tugend der Geselligkeit.

Unruhe und Unglück sind dem Menschen so nothwendig,wie Salz und Sturm dem Meer.

Erfahrung, Lehre bedars's. Das Lehrgeld der Lebensweis-heit erschöpft sonst öfters des Lehrlings ganze Habe. Dasmenschliche Leben was man Lebenslauf nennt, könnte manbey sehr Vielen Lebensschlich nennen ist in den meisten Fal-len nur" ein anhaltender Versuch, zu leben.

Ein fester Sinn wirkt gleich einem geladenen Conduc-tor *); jeder fürchtet den elektrischen Stoß, und meidet dieBerührung.

Fortgang ist der Schmerzenssohn der Beharrlichkeit.

Der Fleiß des Genie's ist von ganz anderer Art, als jenerdes Mechanismus.; sie verhalten sich ungefähr wie Kopf undUhrwerk.

Herder.

Vollkommenheit einer Sache kann nichts seyn, alsdaß das Ding sey, wie es seyn soll und kann.

Sich allein kann kein Mensch leben, wenn er auchwollte. Die Fertigkeiten, die er sich erwirbt, die Tugendenoder Laster, die er ausübt, kommen in einem kleinern odergrößere Kreise Andern zu Leid oder zur Freude.

Der Mensch ist zwar das erste, aber nicht das einzigeGeschöpf der Erde; er beherrscht die Welt, ist aber nicht dasUniversum. Also stehen ihm oft die Elemente derNatur entgegen, daher er mit ihnen kämpft. Das Feuerzerstört seine Werke; Überschwemmungen bedecken sein Land;

*) Conductor heißt der Leiter an der Elcktrifir-Maschine, derdie empfangene Elektricität wieder mittheilt.