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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Widerspruch undSchmeicheley machen beyde ein schlechtesGespräch.

Unsere Leidenschaften sind wahre Phönixe. Wie der alteverbrennt, steigt der neue sogleich Wieder aus der Asche hervor.

Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charak-ter, als durch das, waS sie lächerlich finden.

^ Kotzebu e.

Die Menschen gleichen den Vögeln, die man immer wie-der in denselben Netzen fängt, in welchen schon hunderttausendihres Gleichen gefangen wurden. Die Tho.rheiten der Vätersind für die Kinder verloren.

Menschen irren, aber nur große Menschen erkennen ihrenJrrtharm.

Metaphysische Ideen gleichen für die meisten Menschender Flamme des Weingeistes, die zu fein ist, um Holz anzu-zünden.

Nur die Wahrheit überredet schnell, selbst wenn nichtalle Beweise augenblicklich in ihrem Gefolge erscheinen; sieschlüpft so behende in den Geist, daß, wenn wir sie auch zumersten Mahle erblicken, wir eine alte Bekanntschaft zu sehenglauben. Eine Wahrheit ist weder jung noch all; sie wird nichtum der Jugend willen geliebt, und nicht um des Alters willengeachtet. Sie ist einfach, klar und stets bereit, eine andereWahrheit schwesterlich bey sich aufzunehmen. Auf den Wegen,zil ihr zu gelangen, machen wir bisweilen sehr murhwilligerWeise. Verhacke.

Das Verlangen, tadellos zu erscheinen, verwickelt oftden besten Menschen in tadelnswerthe Handlungen.

Wer stets die eigenen Kräfte übt, mit sich selbst einigist und weiß, warum er es seyn darf; wer sich selbst vertraueund achtet: der hat den treuesten Freund gefunden, der ihmin jede Einsamkeit, auch in den Kerker folgt.

Jahrelange Leiden vermögen die Rückerinnerung an ehe-

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