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che für Andere recht brauchbar/sich selbst aber unnütz sind; gleicheiner Sonnenuhr an der Fronte eines Hauses, welche allenNachbarn und Vorbeygehenden die Stunde anzeigr, nur dem Ei-genthümer nicht.
Nur der Elende erkennt die Macht des Glückes; der Glück-liche rechnet alle außerordentlichen Fortschritte seiner Klugheitoder seinem Verdienste zu.
Der Hochmuth bringt die Menschen oft dahin, die nied-rigsten Dienstleistungen zu verrichten; so ist Klimmen und Krie-chen eine und die nähmliche Stellung des Körpers.
Üble Gesellschaft gleicht einem Hunde, welcher die ammeisten beschmutzt, die er am meisten liebt.
Tadel ist die Taxe, welche ein Mensch den übrigen bezah-len muß, um vortrefflich seyn zu dürfen.
Ein einfältiger Grund schwächt alle guten, die man vor-her gab.
Obschon man die Menschen anklagt, daß sie ihre eigeneSchwäche nicht kennen, so ist doch eben so gewiß , daß auch ebenso wenige ihre eigene Starke kennen. Es geht wie mit dem Bo-den, in welchem sich oft eine Goldader befindet, ohne daß derEigenthümer selbst es weiß.
Jedermann will lang leben, aber keiner will alt werde».
Zürnen, heißt die Fehler eines Andern an sich selbst be-strafen.
Es geht den Leuten mit engen Seelen eben so wie denenghälsigen Gefäßen; je weniger in ihnen ist, ein desto stärke-res Getöse machen sie, wenn dieß wenige herausgeht.
Viele Menschen haben die Fähigkeit weise zu seyn, nochmehrere klug, aber sehr wenige großmüthig.
Wer eine Lüge sagt, bedenkt nicht, welch einem mühsamenund beschwerlichen Geschäfte er sich unterzieht; denn er ist nungezwungen, zwanzig neue Lügen zu ersinnen, um die erste zubehaupten.