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war keineswegs so verarmt, wie gemeiniglich in Schulbüchern dargestellt wird; denn Zürichhielt den genannten Regcnsberger noch für mächtig genug, um mit ihm, nachdem der Land-frieden in unserer Gegend abgelaufen war, ein Bündnis abzuschliessen, in welchem bei all-fälligen Streitigkeiten als Obmann der Graf Friedrich der ältere von Toggenburg oder Jakobvon Wart, die beide mit dem Lütold verwandt waren, bezeichnet wurden (Zürich 31. Januar1297. J ) Ein Jahr vorher hatte Jakob als Zeuge mitgewirkt, als Lütold zu Winterthur seinRecht auf den Kirchensatz zu Tengen an den Bischof von Konstanz abtrat. 2 )
Herzog Albrecht von Ostreich, von fast allen Bischöfen Süddeutschlands unterstützt,zog die Schlinge um den sehwachen König Adolf von Nassau, dem die Städte und der kleine
Adel anhingen, immer enger: In1298) verlor sein Gegner Reichwar Albrecht deutscher König,werden, dass die Brüder Wart amist sicher, dass Berchtold III.der Vater des Königsmörders,Auffallend ist, dass beide Wartwaren,zur Deckung von Schuldeneine Hube zu Dättlikon um 21das Kloster Töss (25. Februarebenfalls eine Eigenhube zu3100 Fr.) am 1. April 1300.eigentum war ein Teil der Heim-der Gemahlin Rudolfs, ver-zum ersten Male angeführt ist. 3 )Summen die Teilnahme amUnd auf welcher Seite standenfast kein Zweifel walten; denn
Siegel Rudolfs von Wart,des KüDigsmörders.
Sigillum . Ruodolfi . Do WarteUrkunde 12!)'.).
(An/,, inr.fi, S. 43 und Tafel III.)
der Schlacht bei Göllheim (2. Juliund Leben, und 25 Tage späterEs kann nicht nachgewiesenKriegszuge teilnahmen; dagegenvon Eschenbach - Schnabelburg,sich in Albrechts Heer befand,kurze Zeit nachher genötigtGüter zu veräussern: Rudolf,Mark Silber (ca. 6000 Fi'.) an1299 in Winterthur) und JakobRorbas um 11 Mark Silber (ca.Auf dem erstgenannten Grund-steuer der Gertrud von Bahn,sichert, weshalb ihr Name hierMussten die Wart mit diesenEntscheidungskampfe decken ?sie allfällig V Bei Rudolf kannvor seinem letzten Gange riefer mit lauter Stimme: Nicht Albrecht, sondern Adolf ist mein rechtmässiger Herr gewesen.König Albrecht weilte mehrmals in Zürich und belohnte seine Anhänger für gute Dienste mitAnteilen der Zürcher Steuer; so war Jakob von Wart Zeuge (1299), als Ulrich von Klingender jüngere 200 Mark Silber empfing. 1 ) Die Wart erhielten von Albrecht nie solche Ent-schädigungen.
Auffallend und betrübend ist, wahrzunehmen, mit welchen raschen Schritten es mitdem Wohlstand der freiherrlichen Geschlechter unserer Gegend bergab ging, und stets hattendas Haus Habsburg-Östreich und die Klöster einen so vortrefflichen Magen, dass sie die fettenBrocken wohl verdauen konnten. Walther von Eschenbach, durch Kriegsdienste für Ostreich,durch Wucherer und Giselschaft heruntergekommen, hinterliess seinen drei Enkeln Walthcr,Berchtold und Mangold sehr zerrüttete Vermögensverhältnisse, so dass diese gezwungen waren,ein Besitztum um das andere zu verkaufen. Für die zwei Jüngern Brüder war Jakob vonWart Vormund und besiegelte in Interlakcn den Verkauf von Gütern an das dortige Kloster(18. Juni 1300 und 31. August 1302. 5 ) An den Ritter Rüdiger Maness in Zürich veräusserteWalther von Eschenbach die Vogtei von Kirchberg bis nach Zürich, wobei die Brüder Rudolfund Jakob von Wart anwesend waren (zwei Briefe vom 15. Juni und 6. Oktober 1304). Im
l ) Kopp, VI. Buch, 241. a ) Mono, I, 2% f. u. Konst. Regest. Nr. 2095. 3 ) Kopp, VIII. Buch, 270. ') Kopp,VIII. Buch, 227. f ') Berner Gcsch.-Quellen IV, 25 u. 111, u. Zeller-Werdmüller, Z. Taschenbuch 1893, S. IM.