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Die Freiherrn von Wart
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gelang ihm, Frieden zu stiften und eine neue Grenzlinie festzusetzen. (11. Juni 1217.'Die Grafen von Kiburg, Ulrich und seine Söhne Werner und Hartmann, besassen die Vogteiüber das Kloster Münster im Kanton Luzern, missbrauchten aber ihre Gewalt und schädigtendas Stift derart, dass es während sechs Jahren ohne Kirchendienst war. Mit Acht und Bannbedroht, suchten die Grafen endlich eine Vermittlung, die am 25. Mai 1223 zu Einbrach vorvielen Edlen, zu denen auch Rudolf und Arnold von Wart gehörten, zustande kam. 2 ) Ver-schiedener Lehen wegen lag der Graf Rudolf von Habsburg, der ältere, der Schweigsame,mit den Spitalbrüdcrn zu Lcuggern im Streite; bei der Vermittlung, die im Konventssalc desKlosters Heiligenberg bei Winterthur schriftlich beglaubigt wurde, war auch Arnold von Wartanwesend. (7. April 1231. 3 ) Mit diesem Grafen von Habsburg stand Arnold somit aufvertrautem Fusse und erhielt von ihm wahrscheinlich auch einige Lehen z. B. einen Hof inRorbas.

Nach der Ermordung des Königs Philipp in Bamberg 1208 kam für das deutscheReich eine Zeit der Stürme und des Schreckens; namentlich in den südlichen Gebietenherrschten Verwirrung und Anarchie. Da die Anhänger der Hohenstaufen ohne Rat und ohneFührer waren, anerkannten nun auch sie den Weifen Otto IV. als König, welcher, nachdemer seine Stellung mit Hülfe der Kirche befestigt hatte, den Fehdehandschuh dem PapsteInnocenz III. hinwarf, der natürlich nicht versäumte, den Kaiser in den Bann zu tun und diedeutschen Machthaber zum Abfalle zu ermahnen (1210). Diese waren schnell bei der Hand;denn bei einer streitigen Königswahl zeigte sich reichlich Gelegenheit, dem Reiche wiedereinige Rechte und Güter abzuringen, und sie erkoren den in Italien weilenden HohenstaufenFriedrich IL zum Herrscher. Da die gewöhnlichen Pässe besetzt waren, überwand Friedrichdie gefährlichen Alpenpfade Rhätiens, eilte zum Abte Ulrich von St. Gallen und von da gegenOtto IV., der Überlingen besetzt hielt. Mit nur 60 Reitern und nur wenige Stunden vorseinem Gegner erschien er in Konstanz, wo sich der Bischof Konrad IL ihm anschloss; abermit so geringer Macht konnte er keinen entscheidenden Schlag führen. Da eilten ihm,dem neuen Pfaffenkönig, die Grafen von Habsburg, Kiburg, Rapperswil u. s. w., die FreienArnold und Rudolf von Wart u. v. a. aus unserer Gegend zu Hülfe und bewirkten, dass ihmdie Krone zufiel. Friedrich IL zog mit seinen Getreuen nach Basel, da die Privilegien desOttokar von Böhmen bestätigend, und von da nach Breisach, wobei Arnold von Wart ur-kundlich ebenfalls anwesend war. 4 )

Das Kloster Salem bei Überlingen war durch Krieg und Missgeschick verarmt; des-halb griffen ihm die umwohnenden Adeligen und der Kaiser unter die Arme. Der Graf Mangoldvon Rohrdorf und dessen Gemahlin schenkten ihm um das Jahr 1211 viele Besitzungen, wobeidie Brüder Rudolf und Arnold von Wart, ebenso die Freien Lcuthold von Regensberg, Vaterund Sohn, als Zeugen mitwirkten. 5 ) Die Brüder von Wart befanden sich mit dem GrafenUlrich von Kiburg zu Ulm im Gefolge des Kaisers Friedrich IL, als dieser dem genanntenGotteshause den Erwerb wichtiger Güter bestätigte, (1214. (i ) Im Laufe der Jahre geriet derPapst Gregor IX. mit Friedrich IL in Streit, entband die Untertanen des Eides der Treue,exkommunizirte seine Anhänger und forderte die deutschen Fürsten zum Abfall auf (1229);aber die Grossen unserer Gegend blieben dem Kaiser treu; dies geht z. B. daraus hervor,dass die Grafen Rudolf von Habsburg, Hartmann von Kiburg, ebenso Arnold von Wart u. s. w.in Überlingen am 23. Oktober 1229 als Zeugen auftraten, als Friedrichs Sohn König Heinrich

') Einsiedler Regesten, Nr. 49. 2 ) Neugart, Cod. Dipl. II, 147 f. :l ) Herrgott Gen. II 2138. ') Neugart,Ep. Const. II. 179. *) Mono, Z., 31, S. 64. c ) Mono, Z., 35, 117.