494 Ende der Goldberger „Sehola ducalis",
Schuleinkünfte an, die uns im allgemeinen schon bekannt sind 1 )und durch ein zweites Schreiben noch genauer bestimmt wurden.Der Einfall der Schweden 1630 störte die Verhandlungen über dasKloster, und erst 1638 wurden sie wieder aufgenommen. Nacheiner noch längeren Pause kamen sie erst 1654, 1655 und 1656wieder in Gang, nachdem Georg Rudolf und Johann Christianschon gestorben waren. Die Herzöge Georg III., Ludwig IV. undChristian mußten für die Schwäche Georg Rudolfs büßen. Zunächstschwebte die Installation der Jesuiten durch Dohna wieder überdem Kloster. Mandatar der Jesuiten war jetzt Pater M. von Asselt,der beim Abschluß von den herzoglichen Räten für seine Mühe-waltung 2500 Taler erhielt. Ihn stützte der Provinzial von BöhmenH. Lamparter. Bereits 1655 war ein Vergleich erzielt worden, dender Obcrlehnsherr Ferdinand III. am 19. April 1656 konfirmierte.In dieser Konfirmation führte das Kloster den Titel eines ledigenSteinhaufens. Die Herzöge mußten den Jesuiten 35 000 Talerzahlen. Am 11. Sept. 1656 erfolgte in Breslau zwischen den Rätenund den Jesuiten der definitive Abschluß, und damit blieb dasKloster erhalten und in der Benutzung der Stadt, die auch ihreSchuleinkünfte rettete.
Die Ungewißheit über das Schicksal des Klosters drückte sichauch in seinem Baustand 2 ) aus. 1660 hatten die geflickte Schuleund die Rektorwohnung Schaden genommen; aber wegen Geld-mangels-in der fürstlichen Kasse war es unmöglich, die Kloster-gebäude vor dem Winter unter Dach zu bringen. 1663 drohte dieRektorwohnung ganz einzustürzen, und der Rat mußte das Gebäudegründlich reparieren. Aber endlich ging das Kloster doch ganzfür die Stadtschule verloren. Am 'J.April 1701 wurden durch diekaiserlichen Räte Th. von Kahl und E. R. Matuschka von Topolczanals Kommissare die Franziskaner wieder in das Kloster eingeführt. 3 )Die Stadtschule wurde in den Zedlitzer Hof auf der Radegasseoder Junkcrngassc verlegt, der ursprünglich den Herren von Bockauf Hermsdorf gehört und den die Stadt von dem FreiherrnK. Ch. von Zedlitz und Neukirch gekauft 4 ) hatte.
') S. o. S. 49. ») Nach St. B.-Br., Wenzel. Spätere Einfügung.
•) St. A.-Br., Ortsakten Fasz. XXVI.
4 ) Nach St. B.-Br., Wenzel. Spätere Einfügung.