Feiges Tätigkeit als Rektor. Traurigstes Sinken der Schule. 44 \
tumulum"*) zwischen denen von A. Baudis und Ludwig. Dochvon andern Goldbergern beteiligte sich jetzt nur Mag. D. Namsler,der Pastor. Dafür hatte der Zufall den Prorektor und Professorbeider Eloquenzen des Danziger Gymnasiums Mag. M. Laubanusin die Heimat geführt, und er schrieb zu seinem Beitrag mit Becht,daß er als Gast dadurch „ultimum honorem patrono meritissimo"erweisen wolle. Mit dem Dichten stand es also in Goldberg schonschwach.
Das strenge Urteil Zedlitz' über die Goldberger Lehrer, denProrektor Günther nicht ausgenommen, und auch ihre das Urteildes Grunaeus bestätigende geringe Produktivität bei Anstands-leistungen nötigt uns, nun noch die Professoren im einzelnen an-zuführen, obwohl wir damit nichts neues sagen können. Denn eswaren noch die uns schon bekannten M. Feige, der Kantor G.Vech-ner und der Katechet Ch. Wenzel. Ch. Hentschel wird nicht mehrgenannt. Wir können von ihm nur noch berichten, daß er am10. April 1614 in Liegnitz als Pastor von Merzdorf im BunzlauerWeichbild ordiniert wurde.
Die interimistische Auflösung der Schule am 19. März 1614brachte nur den Prorektor Günther aus dem Brote. Die von derPest verschonten Goldberger Knaben, ob auch fremde fehlten,konnten doch nicht ganz unbeschult bleiben, und deshalb wurdenvom fürstlichen Amte M. Feige, G. Vechner und Ch. Wenzel baldwieder angestellt. 2 ) Der immer noch unentbehrliche BürgermeisterFeige, der mit seiner Persönlichkeit die Kontinuität der Scholaillustris aufrecht erhielt, ward wieder Rektor und führte unterdiesem Titel jetzt die Schulinspektion. Er hatte auch anzuordnen,wie die Jugend unterrichtet werden sollte. Da das Schulgebäude,das alte Kloster, noch nicht wieder aufgebaut war, mußten dieSchüler solange auf dem Chor in der Pfarrkirche unterrichtetwerden, bis endlich in dem durch den Herzog Georg Rudolfwiederhergestellten ehrwürdigen Baue die Schularbeit wieder auf-genommen werden konnte. Im Februar 1616 wohnte Georg Ru-dolf vier Tage in der Schule. 3 )
Das notdürftig konstruierte Kartenhaus, die Schola illustris,
') Arae Parentales .. • Wenceslai A Zedlitz Et Neukirch . . . MemoiiaeSingularis Meriti Ergo Pos. Typis Ligiis Sartorianis. 4°.
2 ) Nach Joannes David Eeimannus, Testamentuni Paulino-Wentzelianum,D as ist: Geistlicher letzter Wille, des Weyl. M. Casparis Wenzelii. Liegnitz.Gedr. durch Z.Schneider, 1660. 4°.
a ) St. B.-Br., Weuzel.