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Valentin Trozendorf und die Goldberger Schule
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120 Erfolglose Versuche zur Neubelebung der Schule.

roichen werde, müsse jener in seiner gegenwärtigen Stellung ver-bleiben und dürfe sie nicht vor der richtigen Frist verlassen. 1 )Daß dieses alles ernst zu nehmen sei, sei, betonte Grunaeus, seinePflicht ihm mitzuteilen. Daher gab er auch Liebig den Rat, nachder Sachlage seine Entschlüsse einzurichten und Vorkehrungen zutreffen.

Die Dinge ließen sich indessen doch besser an, als Grunaeusbefürchtet hatte; gegen Michaelis konnte Liebig seinen Umzugnach Beuthen vornehmen. Vorher wendete er sich durch Grunaeusnochmals an Zedlitz und bat um ein Zeugnis und das Honorar fürdie außerordentlichen Arbeiten, die er neben seinen pflichtmäßigengeleistet hätte. Zedlitz antwortete gütig, wies seinen SekretärD. Thalwenzcl an, das Zeugnis abzufassen, und wollte es in Olsdem Herzog Karl zur Unterschrift und Besiegolung vorlegen. Tnbetreff des Honorars wollte er Liebigs Bitte dem Fürsten vorlegen,der endgiltig darüber zu entscheiden habe. 2 ) In der Woche nachdem 17. Sept. verließ Liebig Goldbcrg, und Grunaeus machte jetzt(Oktober 1012) gegen Laubanus, der sich nach der Schule erkun-digt hatte 3 ), die Bemerkung:Die Goldberger Schule ist kaumnoch der Schatten einer Schule. Liebig ist nach Beuthen ge-gangen. Dim wird unterdes Martin Feige, den du kennst, sub-stituiert werden oder ist ihm vielleicht schon substituiert worden.Denn dieses Geschäft hat der Hauptmann dem Rektor übergeben.Erwäge meiner Treu das Bild der Lehrenden und mache dirdaraus eine Vorstellung von der Lage der Lernenden. Man kannes nur leider itziger Zeit nicht bessern."

Da der Herzog Karl TT. sich lange in Sternberg in Mährenaufhielt, hatte Liebig sein Zeugnis noch im Mai 1607 nicht undwurde bis Pfingsten vertröstet. 4 ) Mit dem Honorar hatte es auchnoch gute Wege, oder Liebig konnte es vielmehr "in den Bauchschreiben.

Das Rektorat am Pädagogium hatte er vermutlich bis z UB1J. 1018 inne. Während dieser Zeit erwarb er das Magisterium,doch erst nach 1614. Im Januar 1614 vollendete er eine umfang-reiche Publikation, die Gesetze und die jährlichen Arbeiten AetIllustris Schola Schoenaichiana". 3 ) Sie war auf Befehl Georgs

') Grunaeus an Liebig, 0. Juli 1606, St. B.-Br., Rhcdiger XX, N. 244.

"-) Grunaeus an Liebig, 17. Sept. 1(100, ebenda XX, N. 263.

') Grunaeus an Liebig, 12. Okt. 1006, ebenda XX, N. 266.

\) Grunaeus an Liebig, 12. Mai 1007, ebenda XX, N. 288.

") Lieb ig, A., Leguni et Annuarum Operarum Illustris Scholae öc