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Valentin Trozendorf und die Goldberger Schule
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418 Erfolglose Versuche zur Neubelebung der Schule.

unterwarf er sich wohl nur, um das Magisterium zu erwerben.Nach der Promotion 1602 kam er nach Goldberg. Er hat außerdem schon erwähnten Gedicht zur Hochzeit D. Vechners 1604keine Spuren in Goldberg zurückgelassen 1 ) und ist recht baldwieder nach Görlitz gegangen, wo er am 10. Juni 1605 starb, erst33 Jahre alt, nach einer Ehe von nur 31 Wochen. Seine FrauDorothea Frentzel gebar nach seinem Tode eine Tochter. Liebig istsein Nachfolger geworden und hat sich als Professor des Griechischenin Goldberg verheiratet. Laubanus gratulierte ihm poetisch dazu.

8. Feiges neue Tätigkeit für die Schule,ihr bedenklicher Rückgang.

Der Übergang des Laubanus nach Danzig machte es nötig,daß Feige sich der Schule wieder mehr annahm. Er zog deshalbin die Schule. Der Mitwelt und der Nachwelt zeigte er sich inseinem Doppelbcruf als Rektor der herzoglichen Schule und Bürger-meister der Stadt durch eine papierne Tafel der Erinnerung 2 ) andie große Überschwemmung der Katzbach vom 2. Juni 1608, die126 Menschen das Leben kostete. So haben Namsler, D. Vechnerund Feige für die Verewigung der Katastrophe gesorgt. Seineganze Schule (nur der Kantor Vechner und der Katechet Wenzelfehlen) und die Goldborger Geistlichkeit dazu führte er mit poe-tischen Gratulationen seinem Landesherrn Herzog Johann Christianvor, als dieser 1609, von seinen Studien und Wanderungen zurück-kehrend,- nach Liegnitz kam. 3 ) Er selbst, der Consulo-Rector Pa-triae, eröffnete den Reigen; dann kamen der Pastor Mag. ,1. Buch-wälder, der Diakonus Mag. D. Namsler, Mag. D. Vechner Aurimon-tanus,humaniorum litcrarum Professor", mit einemEpos A-d-ventarium" von 4^2 Seiten, das Hauptstück der Festgabe, undsogar Martinus Feigius Silesius,Illustris Gymnasii Collega", nri*seinem einzigen literarischen Erzeugnis, wenn er es nur selberverfaßt und nicht mit einem fremden Kalbe gepflügt hat.

Auch die beiden ersten Lehrer Liebig und D. Vechner gabensich redlich Mühe, durch literarische Arbeiten den Ruf der Schule

') Grunaeus an G. Proben, Fostridie Cal. Mart. 1604, St. B.-Br., Rhedig« rXX, XI, N. 44.

-/ Abgeschrieben bei St. B.-Br., Wenzel.

*) lllustriss. Principi Johanni Christiano Duci Silesiae Lignic. et Bregens''Rector. st.udior. & laudab. peregrationis cursu Duee Deo Feliciter absolu »Silesiam reditu . . . submisse gratulatur Anrimnnt.ium. Liguieii Typ 1N. Sartorii. 4".