Laubanus' Einführung in Goldberg. 355
(ähnlich wie einst Crüger von derselben Stelle aus) Trozendorf an:„Sed 0 redi, pulcorrima disciplinae facies! Redi, inqnam, etinaiostate frontis tuae hanc tuam auitam sedein irradia. Reuiuisce,beatissimo Troccdorfi, reuiuisce et huic tuae cathedrae, his pulpitistuis pristinum auctoritatis splcndorem restitue! Percelle, quaesohacc subsellia, hos, inquam, parietes, percelle radianti ocellorumtuorum fulgctro, ut, quo doctrinam desiderio adfectant, eodem dis-ciplinae quoque monita animo amplcctantur! Non tuam illamdocendi deivözqm, non illam persuadendi ywxaycoyiav, non moni-torum tuorum evEQyeiav, non tuam coercendi castigandique e£ovolavpetimus, neque enim fas est, saltcm unicum harum virtutumorakay/iör, saltem y.vmtov unicum, ut ille [Aristophanes Acharnen-sibus| in vetere loquifcur comoedia, nobis infunde et abundenobis suffecerit."
fn der „Gratiarum actio" dankte er dem Herzog Joachim Friedrichfür seine Sorge für die Schule und sein persönliches Wohlwollen,v ersprach, mit Gottes Hülfe das ihm Mögliche, roTg naiol xeyot/ia,z u leisten, bat den Rektor, die Diener der Kirche, die Professoren"nd alle Lehrer um ihre gütige Unterstützung und forderte sie,"Wohlbowußt warum, auf: „Retineamus pium consensum doctrinaepropheticis et apostolicis libris primum consignatae, oecumenicisdoinde symbolis breuiter comprehonsae, nostro vero aeuo Augustanan °n tantum confessione ciusdemque apologia, sed ministorio etiame t scriptis diui Lutheri et Philippi luculentius uberiusque declaratae!"
Ein Gebet an Jesus Christus, in dem er darum bat, daß dieArbeit in der Schule nicht umsonst sei, die Erhaltung der Kirchenun d der Obrigkeiten des Landes erflehte und seinen Schutz fürlehrende und Lernende anrief, bildete den Schluß.
Ostern fiel im J. 1599 erst auf den 8. April; trotzdem begannder neue Prorektor seine Lehrtätigkeit nicht etwa schon am•°- März, sondern er ging nochmals nach Sprottau zurück und trafen dlich gegen Mitte des April, von Grunaeus mit den bestenWünschen begrüßt, samt Gattin und Habe in Goldberg ein. 1 )Grunaeus konnte ihm sogleich als gutes Omen die frohe Nachrichtmitteilen, daß er ihm in der nächsten Woche den Sohn des Haupt-manns W. von Zedlitz Christoph, der vorher ein Schüler M. Adamsgewesen war und sich mit seinem Privatlehrer Ch. Drachstedt in^üben aufhielt, nach Goldberg bringen werde. Für den 15. AprilWft r als Vorspiel zur Eröffnung der neuen Ära die feierliche
') Gi-unaeus an Laubanus, 14. April 1599, St. B.-Br„ Rhediger XVIII, N. 258.
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