Thabors Schüler. 243
borg, wo sein Vater Georg Hauptmann war. Seit 1562 war er amLiegnitzer Hofe, 1566 und 1567 Schüler in Goldberg zusammenmit Ch. von Kreckwitz auf Wirrwitz. Dann wurde er wieder Hof-junker und später bis 1602 Liegnitzer Marschall und bis zu seinem1616 erfolgten Tode noch herzoglicher Rat. Er verfaßte die be-kannten „Denkwürdigkeiten" und andere kulturgeschichtlich wichtigeSchriften. W. von Zedlitz 1 ), geboren 1551, besuchte die Schulenin Friedeberg a. Q., Lauban, Schweidnitz und darauf in Goldberg.1570 zog er nach Wittenberg, und dort wurden Ch. Pezelius,F. Widebram, Peucer, M. Wesenbeck und M. Teuber seine Lehrer.Nach Kriegsdiensten in Ungarn und Belgien wurde er von HerzogGeorg IL zum Rat für Joachim Friedrich als Propst in Magdeburgbestimmt. Später war er Rat von Joachim Friedrich und JohannGeorg, 1596 Hauptmann von Liegnitz und von 1602 ab Tutor desjungen Herzogs Georg Rudolf. Er starb 1613. Der Schule inGoldberg bewahrte er stets sein Wohlwollen. Nikolaus (III) Rhe-diger 2 ) auf Strisa und Sponsberg, aus der hochangesehenen Bres-lauer Patrizierfamilio, geboren 1555 in Augsburg, von wo seine Mutter,eine geborene Herbrot, stammte. Vorgebildet auf dem Elisabethanin Breslau und in Goldberg, bezog er mit seinem Informator M. Wein-r 'ch als Jurist im Wintersemester 1568/9 die Universität Leipzigund am 24. Mai 1569 die Universität Wittenberg. Zum Winterlo73 ging er nach Heidelberg und von da über Basel und Genfnach Frankreich. Er starb 1616. M. Schilling 3 ), ebenfalls ausPatrizischer Familie in Breslau, war bis zum Herbst 1568 in Gold-oerg, wo er sich, wie Dedikationen bezeugen, an Claius anschloß.Auch er ging im Wintersemester 1568/9 nach Leipzig, aber schonam 11. Okt. 1568 nach Wittenberg. Ein paar Tage vor Rhediger,aj n 16. Sept. 1573, ist er in Heidelberg immatrikuliert. Über Baselwanderte er nach Padua und starb am 13. Juni 1595 als Schöppedes Fürstentumgerichts in Breslau. T. Lindner aus Breslau 4 ), könig-licher Mann von Grüneiche und Romberg. Nach Goldberg studierteÜjnJWittenberg (3. Juli 1568) und in Italien. M. Thabor der
') Christliche Leichpredigt von M. Simon Grunaeus. Liegnitz den5 - Juni 1613.
2 ) Nicolai Henelii Rhedigeroninema, sive de vita . . . Dn. Nicolai Rhe-ogen. . . . Commentarius. Bethaniae ad Oderam Lit. Typog. J. Dörferi.0. J. 40.
3 ) Vgl. in dem Bande der Breslauer Stadtbibliothek Sign. 8 N. 484 dieWidmungen und hs. Beigaben des Claius, alles an M. Schilling gerichtet.
4 ) Nach der Widmung der „Precationes" des M. Thabor durch den gleich-namigen Sohn (s0 g 218) Anm 3 ) Blt A2 _ A7 v.
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