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Valentin Trozendorf und die Goldberger Schule
Entstehung
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ß Die alte Stadtschule.

sie dem Rate als ihrem Seelwärter anvertrauten, die Zinsen jähr-lich einzumahnen und allenthalben auszurichten, damit die Messezu gebührender Stunde nach der ordentlichen Gewohnheit andererehrbarer Städte, wo diese auch gesungen werde, täglich und zuewigen Zeiten gehalten würde. Der Rat versprach das und daßer und die ihm folgenden Ratmannen alle Jahre dem Pfarrer undKomtur und seinen Nachfolgern neun Mark, jede Quattember neunVierdung Heller, seinen Brüdern fünf Mark, jede Quattember einSchock, dem Schulmeister eine Mark, jede Quattember einen Vier-dung, dem Sukzentor selbsechst acht Mark weniger einen Vierdung,jegliche Quattember dem Sukzentor achtzehn und den andern fünfPersonen oder Adjunkten, d. h. Schülern, fünfzehn Schillinge Heller,und dem Glöckner eine Mark, jede Quattember einen Vierdungzahlen würden. Bischof Jodocus von Breslau bestätigte am 18. Juni1461 auf Bitten der Ratmannen die Fundation. 1 ) Die in der Urkundeaufgeführten frommen Stifter waren Johann Hennig, der Altarist,die Gebrüder Johann und Nikolaus Lewe, Johann Swarcz, HannosNikolai, der Küchler, Moelmattis, Lukas Fritzsche, Georg Hofe-mann, der Erbe seines Bruders Johann Hofemann, Nikolaus Schone-weldir, Johann Kaulwitz, der Armbruster, Margareta Lautirbach,Guttige (Judith), die "Witwe des Georg Ruperti und Barbara Sig-mund. In dem Schriftstück werden auch noch genaue Bestimmungengegeben, die den Umfang der Leistungen des Kantors und derSchüler deutlich erkennen lassen. Die täglichen Marienmessensollten am Altar des hl. Johannes im Winkel hinter der Sakristeidurch einen der Kreuzherren oder einen Kaplan feierlich gesungenwerden, desgleichen das Salve Regina an allen Sonntagen, an denVigilien und Festen der Gottesmutter durch die Schüler. Wennaber an den Sonntagen aus Rücksicht auf die Gegenwart Gebannterdas Salve weggelassen würde, dann sollte es am nächsten Mittwochgesungen werden. Es war die Messe Salve saneta parens zu singen,an Sonn- und Festtagen jedoch nur bis zum Sanctus wegen derdarauffolgenden Predigt. An den Marienfesten und in deren Oktavesollte die betreffende Festmesse genommen werden. Der Bischofverlieh allen, die der Messe und dem Salve beiwohnen und fünfPaternoster und Ave für die Kirche beten würden, 40 Tage Ablaß.Der Schulmeister erhielt seinen Anteil an der Stiftungssumme fürdie Hergabe der Schüler.

Aus einem unter dem 23. Aug. 1483 von dem Rate in das

') D. A.-Br. Ha. IIb 2, fol. 120 f.