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Valentin Trozendorf und die Goldberger Schule
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IV
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IV Vorwort

reden, um auf diese Weise zur Objektivität zu gelangen und siezu wahren. Daher ist auch die Grundlage für unsere Geschichteder Schola ducalis Trozendorfs, später Illustris Aurimontana genannt,die Geschichte der Goldberger Stadtschule, aus der sie erwuchsund die schließlich wieder aus ihr hervorging.

Zu Schwierigkeiten für die Darstellung gaben Schwierigkeitenfür die Forschung den ersten Anlaß. So hat z. B. der verdienteschlesische Forscher C. Grünhagen in seiner Stellung als Provinzial-archivar für die ältere Zeit durch die stets wiederholte Empfehlungder von dem Pastor J. D. Hensel herrührenden Handschrift des Bres-lauer Staatsarchivs, die den NamenAurimontium vetus" trägt, alszuverlässige Quelle, wie ich erprobt habe, ein schweres Hindernisgeschaffen. DasAurimontium" ist als Quelle ganz zu verwerfen,da seine Quelle das noch erhaltene Goldberger Stadtbuch war,dessen Nachrichten durch willkürliche Kompilationen und persön-liche Kombinationen Hensels entstellt und verderbt sind. Dochauch die andern Goldberger Quellen, die des 16. und des 17. Jh.,sind nicht ohne Mängel. Das von mir herausgegebene Hauptbuchdes Lehrers und Bürgermeisters Mag. Z. Bart gibt nur eine schwacheBiographie Trozendorfs, und in den Nachrichten über die Schuleist zuweilen die Chronologie falsch, und auch die Namen der Lehrersind nicht immer richtig. So ist z. B. bei seinem Kollegen undGevatter J. Claius das Jahr für den Antritt und das für den Ab-gang falsch. Für Kaspar Capelus sagt er Johannes Capelus,für Andreas Brettius Johannes Brettius, für Adam Liebig ChristophLubede. Das sind nur einige Beispiele für nachweisbare Fehler;andere,/.. B. Auslassungen, mögen uns entgehen. Zuverlässiger,obgleich auch nicht ganz frei von Unrichtigkeiten, erscheint unsdie 1568 vollendete poetische Geschichte der Schule von J. ClaiusHerzbergensis; doch fehlen ihm die Katecheten der Schule. Zuver-lässigkeit an den meisten Stellen und doch wieder Unrichtigkeitenan anderen zeigt die handschriftlicheGoldberga" des 1659 gestor-benen Goldberger Diakonus K. "Wenzel, der ein Sohn des KatechetenCh. Wenzel war. Er ist ein .fleißiger Kompilator gewesen, der dieInschriften der Kirchen, die Kirchenakton, den Katalog der Kirchen-bibliothek, die Stadtbücher, Akten des Licgnitzer Konsistoriums,das Hausbuch Barts und Druckwerke benutzt hat und auch nochAufzeichnungen von den Zeitgenossen M. Thabor Senior und Junior,Ch. Wenzel, D. und G. Vechner u.a. ausschreiben konnte. Diezahlreich erhaltenen Abschriften derGoldberga" auf Bibliothekenund in Privatbesitz sind jedoch nicht immer übereinstimmend und