619
I
8_
418
(Evangelist) ..
fc===i
=1=;
m
Er sprach:(Jesus)
m
-f-
-ö- -$■
1 . T
Gehet hin in die Stadl zu ei-nem und sprecht zu
ihm: Der Heister lässt dir sagen: Meine Zeit isl hin, ich-will hei dir dieOstern
-W-
- yj.
v_zl:
I-- 4 -^:
P r r - r
'Vft - 1 - r —s—
-.-1-«-f--£-w-y—
hal-ten mit mei-nen Jiin-gern.
In eben so lieblich holder Weise entgegnet er ihnen. Aber hierbot der Text eine eigne Schwierigkeit, die in der Einschachtelungder selbstredend eingeführten Personen. Nach der Einführung durchden Evangelisten spricht 1) Jesus zu den Jüngern und gebietet, essollten 2) sie reden, was 3) er ihnen gesagt; er führt sie redend einund sie sollen ihn redend einführen. Die Form des Textes aber wardem Komponisten nicht blos als Schriftstelle unveränderlich, sie istauch in der Tliat kindlicher und dem kindlichen Sinn der Jünger ge-mässer, sie ist wärmer und persönlicher. Die Worte des Evangelistennun scheiden sich durch die besondre Stimme, der sie anvertraut sind,leicht von dem Uebrigen; in diesem aber soll die dreifache Scheidungvon ein und derselben Stimme hervorgehoben werden.
DieWeise, in der dies gesehehn ist und allein geschehn konnte,führt auf den S. 354 ausgesprochuen Grundsatz von der karakteri-slischen Scheidung der Stimmen. Die ersten Worte Jesu —•
Gebet bin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm:haben die Lage eines hohem Basses; ihr Mittelpunkt ist g-, dieWorte, die die Jünger als die ihrigen sprechen sollen, —
Der Meister lässt dir sagen :
sind in der tiefem Basslage; ihr Mittelpunkt ist das tiefere d ; dieletzten Worte, die sie als Rede des Meisters zu bestellen, für ihn,.