Einleitung.
Die Reihenfolge unsrer Aufgaben führt uns, wie schon dieEinleitung gesagt, zuerst an das allbekannte Klavier. Hier kanndie noch ungewohnte Rücksicht auf Natur und Technik der Or-gane am wenigsten schwer fallen.
Dies ist nicht nur für den Anfang erwünscht, sondern bietetauch Müsse und Gelegenheit, die meisten und am häufigsten zur An-wendung kommenden Formen, die bisher übergangen worden (weilsie sich besser in ihrer Anwendung' auf ein bestimmtes Organ an-schaulich machen, als abstrakt darstellen lassen), kennen zu lernen.
Erste Ahtlieilung.
Die Iilavierkomposilion in den einfachen Formen.
In dieser Abtheilung werden nur Vorübungen zu den wichti-gem Aufgaben der folgenden drei, ebenfalls der Klavierkompositiongewidmeten Abtheilungen angestellt. Diese Vorübungen sind abernichts anders, als selbst schon Kunstgebilde, gehören einer schonoft zu bedeutenden Werken benutzten Kunstform an.
Erster Abschnitt.
Natur und Technik des Instrumentes.
Vor allem sei bemerkt, dass, wenn von Klavier die Rede ist,natürlich nicht das alte Instrument mit Tangenten, dem dieser Namezunächst eigen war, sondern das jetzt überall an seine Stelle ge-tretene Pianoforte (und zwar in seiner heutigen Ausbildung) gemeintist. Jenes alte und eigentlich Klavier genannte Instrument*), so wieder ebenfalls veraltete Kielen Hügel**) und das Pantalon***) wichen
*) Die Tasten führten Messingplättchen an die Saiten und brachten durchderen- Andruck einen leise surrenden, zarten und feinen Klang hervor.
**) Die Tasten hohen Holzplättchen mit diagonal eingesetzten Federspilzen,durch die die Saiten angeschnellt oder angerissen wurden.
***) Unvollkonnnne Vorart des Pianoforte.
Marx, Komp. L. III. 3. Aufl.
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