Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
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616
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Matthäus wörtlich und vollständig auf. Der Evangelist erzählt denHergang und führt die übrigen dramatisch selbslredenden Personen,Christus, die Apostel u. s. w., mit ,,Er sprach er hat gesagtund ähnlichen gleichbedeutenden Ausdrücken ein. Durchgängig (miteiner einzigen Ausnahme) ist der Erzähler (hoher Tenor) dabei aufdas einfache Rezitativ beschränkt. Und doch, welche Mannigfaltig-keit der Redeweise zu denselben geringen Worten! und wie getreujedesmal der Stimmung, die der Augenblick im Redenden hervorrief!

Zu Anfang, nach dem erhabnen Klagechor in -ßmoll, tritt derErzähler kindlich hell und klar und einfach auf, wie der Sinn desEvangeliums.

Da Jesus diese Rede volleudct hatte, sprach er zu seinen Jüngern:

Wie im AnfangJesus, so wird zuletzt daser undseinengelind hervorgehoben; die Einführungsformel ist ruhig, schon gefan-gen durch die im Bass beginnende Begleitung (S. 412) zu den kom-menden Worten Jesu.

In gespannter Haltung, aber noch ruhig, wird im nächsten Re-zitativ (Anfang in D dur) von der Berathung der Hohenpriester, Jesuszu fangen und zu tödten, zu ihrer Rede (Doppelchor) übergeführt,

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.... und töd - te - ten. Sie spra-chen a - her:

wur-den sie un - wil-Iig und spra-eheu:

während im folgenden Rezitativ die unbedachten Worte der Jüngermit einem fast fragweisen Ausdrucke (B.) desund sprachen ein-geführt werden.

Beruhigend und mild und still überlegen wird Jesus ihnen ant-worten. Dies führt der Evangelist so (A.)

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