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3 (1857)
Entstehung
Seite
604
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Grundlage seines Wirkens und Stütze bei jedem Schritte, selbstda, wo er dem Jünger das schöne Recht freiester, scheinbar will-kührlicher Selbstbestimmung einräumt, scheinbar willkiihrlieher,weil die vernünftige Nothwendigkeit nicht. Zug um Zug blosge-legt ist.

Form ist vernunftgemässe der Vernunft der Sache gemässeGestaltung. Es giebt nur ein Gesetz für alle Form : die Vernunftder Sache. In seiner Anwendung auf den unermessbar reichen In-halt der Kunst ruft dieses eine Gesetz die unermessbar zahlreichenKunstformen und Einzelgestalten aller Kunstwerke hervor. Mangewinnt erst einen Begriff vom Reichthum und der Tiefe der Kunst,wenn man dieses Heer von Gestaltungen in Einem Ueberblicke zu-sammenfasst, in dem die schöpferische Vernunft alle Möglichkeitenihrer Welt zu durchbilden trachtet, wie die Natur im Heer ihrerGestalten alle Möglichkeiten des Daseins. Beginne man, wo manwolle: thatgewordnes Denken lässt aus dem einfachsten Motiv denunbestimmbar verlaufenden Gang entstehn, beschliesst den Gangzum Satze, vereint Satz und Gegensatz zur Periode, eröffnet diePeriode zum zwei-, zum dreitheiligen Liede. Stelle man die

Grundzüge

der Rondo- und Sonatenformen

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Erster

Theil.

Letzter Theil.

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er

ö

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Erster,

zweiter,

dritter Theil.

zusammen, deren letzte und entwickeltste zurückweist auf die höchsteEntwickelung der einfachsten Gestalt (dreitheilige Liedform) undden Urgegensatz aller Musik,

Ruhe, Bewegung, Ruhe,

Tonika, Tonleiter, Tonika,

ton. zn, Dominantakkord, ton. :

überall waltet stetiges Vernunftgesetz. Schalte man jenen und denhier übergangnen Formen alle Zwischen- und Missgestalten ein,die sich in gleich stetiger Vernünftigkeit der Reihe der Grundge-stalten ein- und zurügen: da hat man die Werkstätte unsrer Kunstund des in ihr waltenden Geistes vor Augen. Nicht der Witz oderTiefsinn eines Einzelnen hat das geschaffen; es ist das gemeinsameWerk der Jahrhunderte und aller Künstler, die zum selben berufengewesen und noch ferner berufen werden. Nachdem einmal diese