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3 (1857)
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und da sein Zorn immer wäehsl, so muss, da man glaubt, die Ariasei schon zu Ende, das Allegro assai ganz in einem andern Zeit-maass und andern Ton eben den besten Effekt machen; denn einMensch, der sich in einem so heftigen Zorne befindet, überschreitetja alle Ordnung, Maass und Ziel, er kennt sich nicht, und somuss sich auch die Musik nicht mehr kennen. Weil aber die Lei-denschaften, heftig oder nicht, niemals bis zum Ekel ausgedrückt seinmüssen, und die Musik auch in der schaudervollsten Lage das Ohrniemals beleidigen, sondern doch dabei vergnügen, folglich allezeitMusik bleiben muss: so habe ich keinen fremden Ton zum F, son-dern einen befreundeten, aber nicht den nächsten (D minore ), son-dern den weitern (A minore') dazu gewählt.

Da die Arie in Fdur steht, so war der nächste Ton Cdur;dieser war aber zu befreundet und als Dur zu heiter; folglich gingMozart, ähnlich wie wir oben bei Beethoven gefunden, in dieMollparallele des Tons, der sich ihm als nächstverwandter zuerstdarbot. Oder hat er (wie es scheint) zuerst die Nothwendigkeitdes Moll gefühlt, so kam er nach seiner Beschreibung zu demselbenResultat.

Nachdenken, Durchdenken fremder Werke (nachdem wir siedurchgefühlt) wird stets das unentbehrliche und unersetzliche Mittelbleiben, unserm Geist für die schöpferische Stunde den rechten Wegzu öffnen, unserm Karakter die Sicherheit und das Recht freierWahl und Bewegung zu erwerben.

Jj.

Zwischengestalt zwischen fünfter Rondo- und Sonatenform.

Zu Seile 297.

Wir haben schon zu Anfang (S. 202) die nahe Verwandtschaftder fünften Rondo- und der Sonatenform in das Auge gefasst. Eskann nicht befremden, wenn auch hier, wie auf andern Gränzpunk-ten, bisweilen zweifelhafte Gestalten hervortreten.

Als eine solche zeigt sich Beethovens Fdur-Sonate No. 302.Der erste Theil hat nach einem wiederholten Schlusssatz «.

-H- F-

a_1 t -1

tr

-F i

_|

_

-e

f

-f-

If-- VF-*

noch mit der Schlussformel b., einer ganz allgemeinen, ohne alle