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K.
Noch einmal Grundform und Abweichung - .
Zu Seite 285.
Wir können diesen anziehenden Fall nicht verlassen, ohne aufeinige B etra ch lungen zuriickzukommen, die uns zwar nicht neusind, bei jeder Rückkehr aber an Wichtigkeit gewinnen.
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Wir haben in der Reihe der bisher und weiterhin betrachtetenFälle, — ebenso wie früher bei der Fuge, Th. II, S. 386, — nebeneiner Alles durchdringenden und zusammenfassenden Grundformeine fast eben so grosse Reihe von Abweichungen, in denen sichein Werk von dem andern unterscheidet, zu beobachten gehabt. Hierwie in jener merkwürdigen Form (beide sind Gipfel einesganzen Formgebiets, die Fuge von den Figural- und kanoni-schen Formen, — die Sonate von den Lied- und Rondoformen) wurdeweder die Grundform durch die Abweichungen aufgehoben, noch diesedurch jene als Verirrungen bezeichnet; beide waren nur der Aus-druck vom Wesen der Sache, — Inhalt und Form untrennbar Eins,— beide beruhten auf der künstlerisch-schaffenden Vernunft, die inder Grundform das Allgemein-Wahre über die ganze Reihe hierhergehöriger Bildungen, in der Abweichung das konkrete Wahre vondiesem einen besondern Fall aussprach.
Wir wollen stets eingedenk sein, dass erst in solcher Weise derBegriff der Form in seiner Wahrheit erfasst wird. Die Form ist fürden wahren Künstler nicht eine hergebrachte, grundlose und darumbeengende und alle Eigenthümliehkeit in ein ödes Einerlei zwängendeSchranke; wo sie in solchem Sinn ertragen wird, stirbt unter ihremJoch Kunstwerk und Künstler, wie an Tausenden von Beispielennachgewiesen werden könnte. Auf der andern Seite ist die Abwei-chung von ihr nur in den besondern Verhältnissen des einzelnenKunstwerkes begründet, oder — sie ist Verirrung.
Je eigentümlicher nun eine solche Abweichung, die man ir-gendwo vorgefunden oder willkührlich ersonnen: desto irrtümlicherund störender ist ihre Nachahmung, ihre Zulassung da, wo die siebegründenden Verhältnisse nicht stalthaben. Wenn Beethovenin seiner G -Sonate den Seitensatz in H dur, in seiner B -Sonate(S. 288) denselben in Gdur aufstellt und was dergleichen mehr: sohaben wir die vernünftigen Gründe dafür in dem eigentümlichen