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3 (1857)
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seitigkeit wohl fern geblieben, oder gewiss ihre Ueberwindung leich-ter geworden sein*). Und so wird er durch seine Vorzüge wiedurch seine Mängel als Gegenstand unsrer Verehrung und Ueber-leguug bezeichnet.

Es kommt, wie jedermann voraussieht, zu viel auf die Bildung

nen an, als dass sich hier ein bestimmterer Ausspruch thun Hesse.Der abweichenden Fälle giebt es auf beiden Seiten genug; nur wirdes dann auch nicht zu schwer sein, die Gründe, die zur Abweichungberechtigten, oder die nachtheilige Wirkung einer unberechtigtenAbweichung zu erkennen. Ein Paar Fälle gehen wir hier nochkurz durch. .

Beethoven bildet das ^«dur-Adagio seiner Sonate pathetiquenach der dritten Rondoform und sein Hauptsatz ist eine einfachePeriode, aus Vorder- und Nachsatz bestehend, ohne Anhang. Zwarhat der Vordersatz statt des Halbschlusses eine förmliche Auswei-chung in die Dominante, mithin den Schluss, der eigentlich einemersten Theil gebührt; allein demungeachlet ist die Form des Vor-dersatzes so unzweideutig, die Ausweichung so vorübergehend, dassauf jene Andeutung einer Zweilheiligkeit wenig Gewicht gelegtwerden kann.

Allein dieser blos periodische Hauptsatz legt sich durch dengrandiosen Zug seiner Melodie, durch die Breite und den ununter-brochnen Fluss der Begleitung ( a.)

Periodenform

Hauptsatz

langsamen

Zu Seite 162.

der einzelnen Sätze und auf die Tendenz der einzelnen Kompositio-

a

b

1

159

Üt+Ö-*-*t

*) Vergl. Th. II, S. 8.