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in solcher Fülle aus, dass schon hiernach eine grössere Ausdeh-nung zu unsrer Befriedigung nicht nölhig erschien. Nun aber, da-mit er sich tief einpräge, wird er, und zwar in unabgebrochnemZusammenhang mit der ersten Aufstellung und in noch breitererAuslage der Begleitung ( b .) vollständig wiederholt, so dass nundoch eine Masse von zweimal acht Takten, zwei periodische Aus-führungen, wenn auch nicht verschiednen Inhalts, vor uns stehn.
Hiermit ist denn das Salzelement (S. 156) vornehmlich ausge-prägt und herrscht durch die ganze Komposition. Ohne Zwischen-gang tritt gleich nach dem Schlüsse des Hauptsatzes der erste Sei-tensatz auf. Er hat blosse Satzform, auch seine Modulation istkeine fest abschliessende ; nachdem der Salz in Fmoll aufgetretenund sich da festgesetzt, geht er nach ßsdur und macht hier seinenvollkominnen Schluss. Nun wird, um diese Tonart als die eigent-lich herrschende zu bezeichnen, ein Schlusssatz —
.ß—t.
angehängt, aus dessen Wiederholung ein kleiner Gang gebildet undder Hauptsatz kehrt ohne Wiederholung wieder.
In ähnlicher Weise bildet sich der zweite Seitensalz. SeinVordersatz steht und schliesst in ^amoll, der Nachsatz wendetsich nach jFdur; mit Abschnitten aus ihm wird in den Haupttonzurückgegangen, der Hauptsatz mit Wiederholung wiedergebrachLund mit einem Anhänge, gesangvoll und ruhig wie das Ganze, ge-schlossen.
Aehnliche Bewandtniss hat es mit dem Adagio aus Mozart’sgrosser Cmoll-Sonate*). Vor der nähern Untersuchung ist jedocheiner Eigentümlichkeit zu gedenken, die sich in vielen, besondersKlavierkompositionen des Meisters erkennen lässt.
Mozart war so reich musikalisch-begabt, so gleichsam unter-getaucht im Musikelemente, dass jeder Augenblick seines Lebenssich fast unbewusst zu einem musikalischen Ausdruck gestaltete.Dieser Reichthum musikalischer Erzeugung ist längst allgemein be-wundert worden und kann nur dann ganz geschätzt werden, wennman die Mozart’schen Kompositionen mit denen der nächstenVorgänger und Zeitgenossen vergleicht**); denn Vieles ist uns
*) Fantasie und Sonate aus Cmoll, Heft 6 der Breilkopf-Härtel’schenAusgabe (No. 17 der Einzelausgabe).
**) Auch Haydn (und sogar dem schwachem Pleyel) war eine solcheFülle der Tonerfindung beschieden ; doch hielt hei jenem das humoristische Spiel,das er oft bis zum Neckischen und Eigensinnigen trieb, deu Erguss zusammen.