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das Bestimmende blieb, wurde schon neben ihnen durch Dussek*),A. E. Müller und Andre das Streben nach vollsaftigerm Klangund breiterer Spielfülle geweckt, wogegen K. M. Weber beideIiichtungen geistvoll zu verwerthen trachtete. Beiläufig ist nebenund nach Beethoven kein Fortwuchs sichtbar, dessen Keim nichtin seinen Werken gelegen hätte, so wie schon im allen Bach(man sehe seine Variationen nach) Motive und Spielmanieren derspätem Klaviermeisler, namentlich auch A. E. Müiler’s, versuchtsind. Man darf dabei nicht an Entlehnungen denken; die Naturdes Instruments hat immer und immer auf dieselben Punkte führenmüssen, während seine Verbesserung und der Fortschritt in seinerBehandlung auch seine Komponisten nach der materialen Seite hinweiter geführt hat. Der Kompositionsschüler mag sich allenfallsder Müller’schen Leistungen entschlagen, von Dussek sollte we-nigstens ein Werk (etwa die Sonate lietour ä Paiis oder L’invo-cation ) studirt werden. Hummel und Weber stehn uns ohneErinnerung näher.
liier nun schliesst sich den ältern Schulen die des heutigenVirtuosenthums und der Klavierkomposition folgerecht und mit inne-rer Nolhwendigkeit an. Von ihrem geistigen Inhalt ist hier nichtzunächst zu reden, wohl aber von ihrem Ergebniss für das Ver-mögen des Instruments. Schon im Allgemeinen hat Steigerung undVerbreitung der Fertigkeit nicht ohne Einfluss auf die Kompositionbleiben können. Spielkraft bringt Spiellust und steigert sie;sie bedingt aber auch breitem Raum für diese Lust, und greift da-mit in den Inhalt selber ein. Verfolgt man dies Ringen durchalle Richtungen und Momente, so erkennt sich erst, wie weitman des Instruments mächtig geworden, wie weit man es immernach neuen Seilen befähigt hat, dem Willen des Künstlers undden über allen Willen hinausliegenden Ahnungen und Sehnungenseines Geistes ein fügsam Organ zu werden. Durch den gan-zen Vorgang zieht sich aber jene Zwiespältigkeit hindurch, derenzu Anfang gedacht ist, des Geistigen, das sich sinnlich offenbarenwill, und des Sinnlichen, das in seiner emporquellenden Fülle denGeist zu umhüllen und zu binden droht. End ebensowohl in derAusbeutung und Bereicherung des Stofflichen, das man dem Instru-ment 1 abgewinnl, als in der Fortbewegung und den Wendungenoder Abwendungen des geistigen Inhalts zeichnet sich der Karakterder Kunst und ihrer Träger, der Künstler.
Diese Gedanken durften hier nur angedeutet werden (ebensowie der geschichtliche Rückblick) und haben ausführliche Entwicke-ung an andrer Stelle zu erwarten. Hier kam es zunächst darauf
*) Vergl. Anhang G.